Bilanz im Norden

Straftaten in Zügen und Bahnhöfen gehen zurück

Ein Bundespolizist steht am Bahnhof Hannover: Die Kriminalität in den Zügen und Bahnhöfen im Norden hat deutlich abgenommen

Ein Bundespolizist steht am Bahnhof Hannover: Die Kriminalität in den Zügen und Bahnhöfen im Norden hat deutlich abgenommen

Foto: Holger Hollemann / dpa

Um bis zu 20 Prozent ging die Kriminalität zurück. Doch es gibt immer noch Gefährdungspotenzial in bestimmten Situationen.

Hannover/ Kiel/ Bremen.  Die Gewalt und Kriminalität in Bahnhöfen und Zügen ist im Norden zurückgegangen. Für Niedersachsen verzeichnete die Bahn 22 Prozent weniger Straftaten, für Bremen lag die Zahl mit 530 leicht unter dem Vorjahresniveau. Im nördlichsten Bundesland wurden 20 Prozent weniger Straftaten registriert als im Vorjahr. Damit lagen beide Länder auch im bundesweiten Trend.

Wie die Bahn am Montag mitteilte, gab es Rückgänge vor allem bei Vandalismus und Graffiti. In Niedersachsen etwa sank die Zahl der Graffiti-Taten von 1800 auf 1200. Erreicht wurde dies unter anderem durch mehr Überwachung. Auch die Zahl der Körperverletzungsdelikte sank leicht.

27 Mal machten sich Kriminelle in Niedersachsen und Bremen an Fahrkartenautomaten zu schaffen, das waren vier Fälle weniger als im Vorjahr. 134 Mal kam es zu Metalldiebstählen, 18 mehr als 2014.

Zur besseren Überwachung geht noch in diesem Jahr geht neue Videotechnik im Bremer Hauptbahnhof in Betrieb, für Hannover laufen die Planungen.

Die Zahl der Angriffe auf DB-Mitarbeiter stieg von 80 auf 121. Die meisten Angriffe standen im Zusammenhang mit Ticketkontrollen oder der An- oder Abreise zu Fußballspielen. Häufig war auch Alkohol im Spiel.

Schleswig-Holstein hat weniger Körperverletzungen

In Schleswig-Holstein seien die Rückgänge bei Körperverletzungen, Vandalismus und Metalldiebstahl besonders deutlich. „Unsere Anstrengungen der letzten Jahre tragen Früchte“, sagte DB-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke. Ursachen seien eine erhöhte Präsenz von Sicherheitskräften und ein verstärkter Einsatz von Videokameras.

320 Fälle von Körperverletzungen wurden 2015 registriert, 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Metalldiebstahl ging laut Statistik um mehr als die Hälfte auf 22 Fälle zurück. Ein Rückgang wurde auch beim Vandalismus registriert: 230 Fälle von beschädigten Sitzen, zerkratzten Scheiben oder zerstörten Aufzügen wurden gemeldet, 20 Prozent weniger als 2014. Bei Graffiti registrierte die Bahn 550 Delikte, 30 weniger als ein Jahr zuvor. 14 Fahrkartenautomaten wurden aufgebrochen, so viele wie 2014.