Polizei Hamburg

Waffen und Nazi-Relikte: Beamter in Innendienst versetzt

Polizeimützen liegen in einem Gerichtsgebäude (Symbolfoto)

Foto: Stefan Puchner / dpa

Polizeimützen liegen in einem Gerichtsgebäude (Symbolfoto)

Der 41-Jährige arbeitete bislang in Niendorf, auch die Wache musste er jetzt wechseln. Ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet.

Hamburg. Ein Hamburger Polizist, gegen den die Staatsanwaltschaft Lübeck wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, darf seit Montag nur noch im Innendienst arbeiten. Die Staatsanwaltschaft habe die Polizei noch nicht vollständig über die Vorwürfe informiert. "Daraufhin haben wir beschlossen, den Beamten mit sofortiger Wirkung in den Innendienst an einer anderen Dienststelle umzusetzen", sagte Polizeisprecher Timo Zill. Es gelte weiter die Unschuldsvermutung, betonte er. Die durch einen Medienbericht bekannt gewordenen Vorwürfe seien aber sehr ernst.

Zollfahnder haben laut "Spiegel" bei dem Polizisten ein Waffenlager und Nazi-Devotionalien entdeckt. In seiner Wohnung in Schleswig-Holstein sollen sie fast tausend Waffen, Waffenteile und Patronen sowie zahlreiche Nazi-Devotionalien gefunden haben. Die Wohnung sei am 24. November durchsucht worden, nachdem der Zoll in Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) eine verbotene Laserzieleinrichtung in einem Paket aus China entdeckt hatte.

Gegen den Beamten, der bislang bei der Polizei in Niendorf arbeitete, wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Das ruhe allerdings, solange das Strafverfahren nicht abgeschlossen sei, erklärte Zill. "Bisher ist der Kollege völlig untadelig seinem Dienst nachgegangen."

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