Hannover

Winter überrascht Autofahrer

Eisglätte behindert den Verkehr vor allem in Niedersachsen. 40 Zentimeter Neuschnee im Harz erwartet

Hannover.  Nach einem milden Dezember zeigt sich der Winter Anfang Januar jetzt von seiner kalten Seite. Der erste kräftige Schnee des Jahres hat Niedersachsen zweigeteilt. Während Dauerfrost den Osten des Landes in eine klirrend kalte Winterlandschaft verwandelt, kämpfen Autofahrer im Westen mit matschigen und rutschigen Straßen. Vor allem rund um Delmenhorst, Oldenburg und Osnabrück kam es am Sonntag zu vielen Glätteunfällen.

Einer der Unfallschwerpunkte war am Sonntagmorgen die Autobahn 1 zwischen dem Ahlhorner Dreieck und Holdorf (Landkreis Vechta). Wie ein Sprecher der Polizei Delmenhorst mitteilte, häuften sich hier gegen 9 Uhr die Glätteunfälle. „Wer nicht unbedingt fahren muss, sollte zu Hause bleiben.“

Alle anderen sollten sich nur mit Winterreifen auf die Straße wagen. Bis zum Mittag zählten die Beamten mehr als 15 Unfälle. In Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) wurde ein Autofahrer schwer verletzt, als er mit seinem Wagen von der Straße rutschte und gegen einen Baum prallte. Auch auf der Autobahn 7 bei Laatzen verlor eine Frau die Kontrolle über ihren Kleinwagen, wurde anschließend von einem Bus gerammt und dabei schwer verletzt. Bei Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) war selbst ein Streufahrzeug den rutschigen Straßenbedingungen nicht gewachsen und kippte auf die Seite. „Wir haben eine Luftmassengrenze, die von Greetsiel bis nach Göttingen verläuft“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Östlich davon müssen sich Niedersachsen auf Dauerfrost mit Tagestemperaturen zwischen minus 1 und minus 6 Grad einstellen. Im Harz sorgen die klirrenden Temperaturen für ein weißes Wintermärchen. Dort rechnet der DWD für die nächsten Tagen mit bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Auf der Rodelpiste am Torfhaus tummelten sich bereits am Sonntag die Schlittenfahrer.

Die Fähren von und zur ostfriesischen Insel Wangerooge sind am Sonntag ausgefallen. Grund war der Ostwind mit erheblich vermindertem Tidehochwasser, teilte die DB Fernverkehr mit. Für die Küsten von Nord- und Ostsee sowie für das angrenzende Binnenland hat der Deutsche Wetterdienst eine Sturmwarnung ausgesprochen.