Autobahnen im Norden

Hier müssen Autofahrer 2016 mit Staus rechnen

Autos stehen  auf der Autobahn 7  im Stau (Symbolfoto)

Autos stehen auf der Autobahn 7 im Stau (Symbolfoto)

Foto: Stefan Rampfel / dpa

Grund für die Geduldsproben sind Ausbau- und Erneuerungsarbeiten sowie Deutschlands längste Baustelle nördlich des Elbtunnels.

Hannover.  Autofahrer in Niedersachsen müssen sich auf den wichtigsten Autobahnen zwischen Harz und Küste auch im kommenden Jahr wieder auf Staus einstellen. Grund für die Geduldsproben sind Baustellen, für die die geplanten Termine schon feststehen, wie die Verkehrsmanagement Zentrale Niedersachsen berichtet.

Auf der wichtigen Ost-West-Achse der Autobahn 2 wird an Stellen gebaut, die ohnehin schon als Unfallschwerpunkte bekannt sind: Bei Hannover, Braunschweig und Rehren/Bad Eilsen. Teilweise sind beide Richtungen nach Berlin und Dortmund betroffen. Meist wird Fahrbahnbelags erneuert oder Arbeiten am Mittelstreifen sind geplant. Start ist Anfang April, Ende Oktober 2016 soll alles fertig sein.

Auch A1 zwischen Wildeshausen-West und Wildeshausen-Nord betroffen

Auf der Nord-Süd-Achse, der Autobahn 7, sind gleich zum Anfang des Jahres Baustellen zwischen Bispingen und Soltau-Ost in beiden Richtungen geplant. Die Bauarbeiter werden Verkehrszeichen erneuern oder austauschen, dazu müssen sie einzelne Fahrstreifen sperren. Start der Arbeiten soll Montag, der 4. Januar, sein - damit ist auch der Rückreiseverkehr derjenigen Urlauber betroffen, die die Schulferien nutzen.

Weitere Baustellen wird es auf den Autobahnen 27, 28 und 29 geben. Zudem ist gleich im Januar die A1 zwischen Wildeshausen-West und Wildeshausen-Nord betroffen. Für Baumaßnahmen auf der Huntebrücke wird jeweils der linke Fahrstreifen in beiden Richtungen gesperrt. Die Arbeiten dort beginnen am 11. Januar und laufen bis zum 29. Januar. Die Verkehrsmanagementzentrale bietet im Internet auch eine interaktive Landkarte mit einem Überblick der wichtigsten Baustellen auf Autobahnen, Bundesstraßen und weiteren Verbindungen.

In Schnelsen und Stellingen starten 2016 die Arbeiten für die A7-Deckel

Nördlich des Elbtunnels erwartet die Autofahrer weiterhin Deutschlands derzeit längste Baustelle. Über gut 71 Kilometer bis hoch zum Bordesholmer Kreuz laufen Sanierung und Erweiterung der Verkehrstrasse auf Hochtouren. Das fängt an der Langenfelder Brücke – diese wird komplett erneuert – kurz hinter der Anschlussstelle Volkspark an und geht in Schnelsen sowie Stellingen weiter. Dort wird derzeit die Errichtung von Lärmschutztunneln vorbereitet.

Auf den dann folgenden gut 60 Kilometern können Autofahrer seit Monaten erleben, wie rasch die Sanierung und Verbreiterung vorangeht. Im ablaufenden Jahr 2015 sei eine vierspurige Betonfahrbahn von 30 Kilometer Länge erstellt worden, berichtete Bernd Rothe vom bundeseigenen Planungsunternehmen Deges stolz. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2016 werde der Verkehr über diese neuen Teilstrecken rollen.

In Schnelsen haben die vorbereitenden Arbeiten für den A7-Deckel längst begonnen. Im vergangenen Sommer wurden die Brücken, die die Heidloh- und die Frohmestraße über die A 7 führten, durch Behelfsbauwerke ersetzt.

Der eigentliche Bau der ersten Röhre starte im kommenden Frühjahr, sagte Rothe. Den Plänen zufolge soll der Lärmschutztunnel in Schnelsen, der eine Länge von 560 Metern haben wird, im Jahr 2018 fertig sein.

Auch im Bereich Stellingen geht es auch voran. Der Bund hat weitere 180 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung gestellt. Spätestens im März 2016 soll mit der Verbreiterung der Fahrbahn begonnen werde. Laut Plan soll der 980 Meter lange Stellinger Deckel im Jahr 2019 fertig sein.

Gute Nachricht für Nordfriesland-Fahrer: Das letzte Nadelöhr auf der Autobahn 23 in Höhe Itzehoe wird 2016 nach dem Ausbau auf vier Spuren Geschichte sein. Von Hamburg aus führt dann der Weg dann baustellenfrei bis nach Heide.