Sprengstoff-Verdacht

500 Menschen mussten wegen Backofen Häuser verlassen

Das verdächtige Paket war etwa so groß wie zwei Schuhkartons und mit Klebeband verschnürt.

Göttingen. Ein verdächtiges Paket vor dem Standesamt in Göttingen hat die Polizei am Montag stundenlang in Atem gehalten: Erst nach fast vier Stunden stand am Abend fest, dass sich in dem herrenlosen Päckchen ein kleiner, harmloser Mini-Backofen befand. „Wir konnten es kaum glauben“, sagte eine Polizeisprecherin. Weil die extra aus Hannover angeforderten Sprengstoffexperten zunächst im Stau standen, dauerte es bis kurz vor 19 Uhr, bis endlich Klarheit herrschte.

Rund 500 Menschen hatten die umliegenden Häuser verlassen müssen, weil befürchtet wurde, in dem Päckchen könnte eine Bombe sein. Unter anderem wurde das Kreishaus, das Neue Rathaus, eine Sparkassen-Filiale und ein Wohnhaus geräumt. Ausfallstraßen Richtung Süden mussten ebenfalls gesperrt werden. Das verdächtige Paket war etwa so groß wie zwei Schuhkartons und mit Klebeband verschnürt. Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten es gegen 15.15 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert.

An dem Paket reflektierten Leuchtdioden, deswegen wurde es als besonders kritisch eingestuft. Der Leiter der Einsatz- und Streifendienste der Polizei in Göttingen, Dirk Schneider, hatte vor der Entwarnung betont: „Wir nehmen das sehr ernst aufgrund der gesamten politischen Lage.“

( dpa )

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