Hannover

Arm und Reich:  Große Unterschiede in den Kommunen

Hannover. Niedersachsens Städte, Gemeinden und Kreise haben 2014 einen Überschuss erwirtschaftet. Das geht aus dem Kommunalen Finanzreport der Bertelsmann Stiftung hervor. Demnach standen am Ende des Jahres in den Kommunalhaushalten 180 Millionen Euro plus zu Buche, 23 Euro pro Einwohner. Das Plus fällt damit jedoch trotz steigender Einnahmen der Kommunen geringer aus, als noch im Jahr 2013. Grund seien zeitgleich schneller gestiegene Ausgaben, vor allem für Personal und Soziales. 2013 hatte der Überschuss noch bei mehr als 700 Millionen Euro gelegen.

Da die Kassenkredite regional weiter steigen und die Kluft zwischen Arm und Reich wachse, könne von einer allgemeinen finanziellen Gesundung in Niedersachsen keine Rede sein, hieß es weiter. An der Spitze der Verschuldung standen 2013 die Kreise Lüchow-Dannenberg (3285 Euro je Einwohner), Helmstedt (2757 Euro) und Osterode am Harz (2426 Euro). Nur acht Kommunen waren frei von Kassenkrediten (Kreise Diepholz, Oldenburg, Rotenburg/Wümme, Verden, Vechta sowie die kreisfreien Städte Braunschweig, Wolfsburg und Emden).