Österreich

Drei Ostfriesen sterben bei schwerem Unfall vor Tunnel

Der rote Kleintransporter wurde bei dem Unfall völlig zerstört

Der rote Kleintransporter wurde bei dem Unfall völlig zerstört

Foto: Thomas Probst / dpa

Ein Kleintransporter war nahe Graz ungebremst auf einen Lkw aufgefahren. Schlecht gesichertes Gepäck erschlug wohl zwei der Insassen.

Hannover/Gratkorn. Auf der Rückreise von einer Jugendfreizeit in Kroatien ist der Kleinbus eines ostfriesischen Kirchenkreises in Österreich schwer verunglückt. Drei der vier Insassen starben an der Unfallstelle. Niedersachsens Landesbischof Ralf Meister erklärte am Samstag: „Ich bin fassungslos über den Tod der drei kirchlichen Mitarbeiter aus dem Kirchenkreis Rhauderfehn und die schwere Verletzung eines weiteren Mitarbeiters.“ Der liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhaus von Graz.

Der Kleinbus war mitten in der Nacht vor dem Gratkorntunnel bei Graz ungebremst auf einen Lastzug geprallt. Der Unfall geschah nach Polizeiangaben Freitagfrüh auf der Pyhrnautobahn (A9), wo der Lastwagen mit Anhänger an einer roten Ampel vor dem Tunnel gehalten hatte. Bei den Toten handelt es sich um den 22 Jahre alten Fahrer und zwei 45 und 61 Jahre alte Frauen, die auf dem Rücksitz starben. Aufgrund des Unfalls wurde die A9 in Fahrtrichtung Linz mehrere Stunden gesperrt. Nach Aussage des Einsatzleiters des Roten Kreuzes dürfte schlecht gesichertes Gepäck die Frauen erschlagen haben.

Der VW-Bus, dessen komplette Vorderfront beim Aufprall zertrümmert wurde, war als Begleitfahrzeug auf der Rückfahrt von einer Jugendfreizeit in Kroatien, die Donnerstag endete. Die Opfer sind eine hauptamtliche und zwei ehrenamtliche Mitarbeiter, die die Jugendfreizeit begleitet hatten. Auch der 24 Jahre alte schwer verletzte Student ist ein ehrenamtlicher Mitarbeiter. Ein Bus mit den übrigen 44 Teilnehmern der Jugendfreizeit traf am Freitag unbeschadet wieder in Ostfriesland ein.

„Die Gemeinden des Kirchenkreises wurden angesichts dieses Unglücks gebeten, am Sonntag in den Gottesdiensten Fürbitte für die Angehörigen und Trauernden zu halten“, erklärte Superintendent Gerd Bohlen. Das Unglück habe Fassungslosigkeit ausgelöst.