Schauergeschichten, Künstler-Karrieren und vieles mehr hat Worpswede zu bieten. In der neuen Serie entdeckt unsere Zeitung die Region.

Was ihr über mich denkt, das ist mir eigentlich egal. Ungefähr so könnte man den Spruch über dem Eingang des Kaffee Worpswede deuten: „Wer’t mag, de mag’; un wer’t nich mag, de mag’t jo woll nich mögen.“ Steinmetz und Bildhauer Bernhard Hoetger hatte die Inschrift 1925 anbringen lassen und wohl geahnt, dass sein extrem ungewöhnlich errichtetes Haus nicht nur positive Kritiken hervorrufen würde. „Schafft Bewegung und Leben in den Baukörper, habt Fantasie!“ hatte Hoetger seinen Maurern zugerufen, und tatsächlich wirken die Wände mit den skurril gesetzten Ziegeln so, als seien sie ständig in Bewegung. Das Dach erinnert an ein Wikinger-Schiff, das Innere an das gemütliche Heim eines Hobbits.