Lübeck

Ministerium sucht nach Lübecker Nein neues Gelände für Flüchtlinge

Lübeck. Nach der Entscheidung der Lübecker Bürgerschaft gegen eine Erstaufnahmeeinrichtung für 600 Flüchtlinge im Neubaugebiet Bornkamp sucht das Innenministerium einen neuen Standort. Die Bürgerschaft müsse kurzfristig einen neuen Vorschlag machen, sagte der Projektleiter im Ministerium, Thiemo Lüeße. In der Bürgerschaft hatte am Donnerstagabend nur die SPD für einen Verkauf des geplanten Grundstücks an das Land gestimmt, so dass es nicht die erforderliche Mehrheit gab. Innenminister Stefan Studt (SPD) wertete die Entscheidung als unglückliches Signal für die Flüchtlingspolitik im Land.

„Das Nein zum Grundstücksverkauf wirft uns um Monate zurück und geht zulasten der Menschen, deren Flucht in unserem Land endet“, sagte Studt. „Das weltoffene Klima, das wir in Schleswig-Holstein an so vielen Stellen erleben, wird in Lübeck von diffusen Ängsten überlagert.“