Waltershof

Behörde: Südliche A 7 wird bis 2023 erneuert

Autobahn am Ausgang des Elbtunnels erhält zwei zusätzliche Fahrspuren – Abfahrt Moorburg bleibt erhalten

Waltershof. Südlich des Elbtunnels soll die Autobahn 7 voraussichtlich bis 2023 von sechs auf acht Fahrstreifen fertig ausgebaut werden. Der Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) arbeiten bereits seit dem vergangenen Jahr an der Vorplanung. Diese Vorstellungen seien in der jetzt vorliegenden Form im März dieses Jahres vom Bundesverkehrsministerium in Berlin bestätigt worden, erklärte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch bei einem Besuch der künftigen Baustelle. Voraussichtlich im Herbst stimmt der Bundestag ab und Hamburgs Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation wird anschließend das Planfeststellungsverfahren starten können. Beginn des etwa sechs Jahre dauernden Baus könnte das Jahr 2017 sein.

Die Planung sieht vor, dass die 1975 zwischen dem Elbtunnel und kurz vor der Autobahnanschlussstelle Heimfeld als „Hochstraße Elbmarsch“ in Betrieb genommene 3,8 Kilometer lange Strecke wegen baulich intakten Zustands erhalten bleibt. In dem Zwischenraum, der die beiden bislang dreispurigen Fahrtrassen trennt, soll jede Fahrtrichtung um jeweils eine Fahrspur erweitert werden. Zudem werden Fahrbahnen und Metall-Abdeckkappen an den Brückenrändern erneuert.

Ausbau und Sanierung der A-7-Hochstraße stehen in Zusammenhang mit dem geplanten Anschluss der von Stade kommenden A 26. Die neue Planung schreibt fest, dass – anders als früher vorgesehen – die existierende Anschlussstelle Moorburg erhalten bleibt. Industrieunternehmen und Gewerbetreibende im Bereich Hausbruch, darunter das Mercedes-Werk, behalten ihren direkten Autobahnanschluss.

Während der Bauphase soll zudem die Dreispurigkeit erhalten bleiben, um den Verkehrsfluss so wenig wie möglich zu behindern. Die Hochstraße war bereits vor 40 Jahren so gebaut worden, dass zusätzliche Fahrspuren eingefügt werden können. Dafür müssen lediglich zusätzliche Betonsäulen und Querträger geschüttet werden. Der Neubau sei ohne Störung des fließenden Verkehrs möglich, so die Behörde.

Unterdessen gehen die Arbeiten zur Erneuerung der Langenfelder Brücke in Stellingen voran. Der östlich gelegene Brückenteil wurde bereits abgetragen und entfernt. Jetzt werden neue Träger errichtet, auf denen die neue Brückenkonstruktion installiert werden kann. Die Erneuerung der rund 400 Meter langen Langenfelder Brücke gilt als technisch anspruchsvoll, weil während der Bauarbeiten der unter der Brücke fließende Bahnverkehr aufrechterhalten werden muss.