Aumühle/München

Gericht vertagt Verfahren über Räumungsklage gegen Augustinum

Aumühle/München.  Das Landgericht Lübeck hat die Räumungsklage gegen das Wohnstift Augustinum Aumühle und damit die Verhandlung im Rechtsstreit ausgesetzt. Nach Abendblatt-Informationen wird das Verfahren solange nicht stattfinden, bis das Strafverfahren der Münchner Staatsanwaltschaft im Immobiliendeal der Augustinum-Unternehmensgruppe erledigt ist. Die bayerische Justiz ermittelt gegenwärtig wegen des Verdachts von Bestechlichkeit, gemeinschaftlichen Betrugs und Untreue.

Im Visier sind unter anderen ehemalige hochrangige Manager der renommierten christlichen Unternehmensgruppe. Augustinum mit Sitz in München hatte einen Geschäftsführer fristlos entlassen und selbst Strafanzeige gestellt. Von dem Streit um den Verkauf von 14 Seniorenresidenzen sind die Standorte in Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) und Hamburg-Övelgönne nicht betroffen. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte von dem 700 Millionen Euro teuren Immobiliendeal zwischen einer norddeutschen Firma und der gemeinnützigen Augustinum Wohnstifte GmbH berichtet. Die beiden früheren Geschäftspartner liegen jetzt im Rechtsstreit. Dabei hatte die norddeutsche Firma eine Räumungsklage wegen angeblicher Mietrückstände eingereicht. Nach dem Gerichtsbeschluss drohe jetzt keine Räumung des Augustinum Aumühle, sagte Unternehmenssprecher Matthias Steiner. Das Augustinum sieht sich nun bestätigt, weiterhin Eigentümer der Immobilie zu sein, so dass Räumungsansprüche nicht bestehen würden. (esh)