Wieda

Pöbel-Ratsherr für sechs Monate von Sitzungen ausgeschlossen

Wieda. Weil er ständig Kollegen beleidigt, hat der Gemeinderat von Wieda im Harz einen für seine Pöbeleien berüchtigten Ratsherrn für sechs Monate von allen Sitzungen ausgeschlossen. Der 80-Jährige nutze die Sitzungen als „Bühne für Beleidigungen“ und sorge dafür, dass eine sachliche Arbeit unmöglich sei, sagte Gemeindedirektor Dieter Haberlandt am Freitag.

Der 80-Jährige, der seit 2006 im Rat des zur Samtgemeinde Walkenried (Kreis Osterode) gehörenden Dorfes sitzt, hat schon wiederholt für Wirbel und Polizeieinsätze gesorgt. Mehrfach wiesen die zu Hilfe gerufenen Beamten den Mann aus dem Ratssaal. Der Rentner beschäftigt auch die Justiz. Allein vor dem Verwaltungsgericht Göttingen strengte er mehr als ein Dutzend Klagen an, vorwiegend gegen die Gemeindeverwaltung. Er hatte allerdings nie Erfolg.

Selbst dagegen wurde der Ratsherr wiederholt verurteilt, unter anderem wegen Beleidigung. 2012 musste der Politiker sogar 30 Tage hinter Gittern verbringen, weil er eine wegen Beleidigung verhängte Geldstrafe nicht bezahlt hatte.