Lauenburg

„Kurs Elbe“ vernetzt Tourismusangebote

Die „Kaiser Wilhelm“ gehört zu den
ältesten Raddampfern, die noch fahrtüchtig
sind

Die „Kaiser Wilhelm“ gehört zu den ältesten Raddampfern, die noch fahrtüchtig sind

Foto: Timo Jann

Projekt der Metropolregion Hamburg geht in eine zweijährige Verlängerung. Nächster Höhepunkt ist der Schiffskorso am 26. April.

Lauenburg. Die Metropolregion Hamburg wird ihr Leitprojekt „Kurs Elbe“ um weitere zwei Jahre verlängern. Vorrangiges Ziel ist die Förderung der touristischen Elbschifffahrt auf dem Flussabschnitt zwischen Hamburg und Wittenberge.

Für die Fortsetzung stehen 271.000 Euro zur Verfügung. Davon trägt die Metropolregion Hamburg mit 186.000 Euro den Löwenanteil. Den Rest steuern die Partner bei: Die Landkreise Lüneburg, Harburg und Lüchow-Dannenberg, das Herzogtum Lauenburg, der Bezirk Bergedorf sowie die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Prignitz. Ein regionales Projektbüro entwickelt touristische Angebote und Produkte.

Den Planern geht es um die Vernetzung und bessere Vermarktung der Elbschiffer-Angebote, die Aufwertung der öffentlichen Anleger der Fahrgastschifffahrt und die Weiterentwicklung der Infrastruktur der 40 Sportboothäfen, insbesondere für Gastlieger. Bestehende Angebote und Pläne von Kommunen, Betrieben, Vereinen, Investoren, Wasser- und Naturschutzbehörden aus den fünf Bundesländern werden verknüpft, neue Zielgruppen- und Themenprodukte gemeinsam entwickelt.

Mit der Website www.kurs-elbe.de wird darüber hinaus ein Kommunikationsinstrument geschaffen. Die noch im Aufbau befindliche Internetplattform bietet schon jetzt eine Fülle von Informationen und Ausflugstipps. Beispielsweise gibt es hier einen Schiffstourenplaner, der zum gewünschten Datum eine Übersicht der Angebote an den einzelnen Anlegern liefert.

Auch die Entwicklung und Umsetzung von Marketingansätzen gehört zu den Aufgaben des Projektbüros. Die nächste große Werbeveranstaltung ist der dritte Kurs-Elbe-Tag am 26. April. An diesem Sonntag treffen sich Elbeschiffe aus der gesamten Region in Lauenburg am nördlichen und Hohnstorf am südlichen Elbufer. Dazwischen wird ein Schiffs-Pendelverkehr eingerichtet. Oldtimer wie der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, der Dampfeisbrecher „Elbe“ und die Stadtbarkasse „Piep“, sowie moderne Fahrgastschiffe, Sportboote und Boote der Feuerwehren werden dabei vor Ort sein.

Ab 11 Uhr starten in Lauenburg Rundfahrten. Für einen Teil der Fahrgastschiffe besteht die Möglichkeit, schon ab den Heimathäfen Dömitz, Mölln, Zollenspieker, Geesthacht und Artlenburg den Kurs-Elbe-Tag anzusteuern. Höhepunkt wird der große Schiffskorso sein.