Halstenbek

Polizei will Fahrer des Unglücksbusses schnell vernehmen

Halstenbek. Nach dem Busunfall von Halstenbek mit acht Verletzten von Sonnabendabend hält die Polizei weiterhin einen Schwächeanfall des 52 Jahre alten Busfahrers für ursächlich. Allerdings konnte der Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein (VHH), der schwere Verletzungen erlitt, noch nicht von der Polizei vernommen werden. Nach seiner Rettung aus dem zerstörten Bus stand zunächst die medizinische Versorgung des Mannes aus Hamburg im Mittelpunkt. Er soll so schnell wie möglich von Hamburger Polizeikräften befragt werden.

Der 52-Jährige war mit dem Bus der Linie 185 an der Einmündung Schnelsener Weg/Altonaer Straße von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Doppelhaushälfte geprallt. Dabei wurden acht Personen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren verletzt, der Busfahrer und ein weiterer Fahrgast schwer. Nach ersten Erkenntnissen eines Unfallsachverständigen war die Geschwindigkeit, mit der das Fahrzeug auf das Haus prallte, gering. Dennoch entstand ein Gesamtschaden von geschätzten 300.000 Euro.

Die Bewohner des betroffenen Hauses waren zum Unfallzeitpunkt nicht da. Inzwischen sind sie zurück – und erhielten am Montag Besuch von der Versicherung. Mit der Presse reden wollen sie nicht. Ihr Haus wird derweil zum Publikumsmagneten: Immer wieder bleiben Passanten vor dem Gebäude stehen und gucken sich das Trümmerfeld an.