Kleinkind schluckt Methadon: Ärzte retten sein Leben

Bad Oldesloe. Ein Kleinkind in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) ist mit Symptomen einer schweren Methadon-Vergiftung in ein Hamburger Krankenhaus eingeliefert worden. Der dramatische Vorfall ereignete sich, wie erst jetzt bekannt wurde, am Sonntagabend. Nur der Geistesgegenwart der 37-jährigen Mutter ist es zu verdanken, dass der 19 Monate alte Junge mittlerweile außer Lebensgefahr ist. Der Junge hatte in einem unbeaufsichtigtem Moment aus einem Wasserglas getrunken, in dem sein Vater kurz zuvor seine abendliche Methadon-Dosis aufgelöst hatte. Als die Mutter merkte, was passiert war, wählte sie sofort die Notrufnummer 112. Kurz darauf war der der Notarzt zur Stelle.

„Wir ermitteln gegen den Vater wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung“, sagt Polizeisprecherin Sonja Kurz. Ob die Eltern abgelenkt waren oder den Jungen allein im Raum gelassen hatten, könne sie nicht sagen. Sonja Kurz: „Das ist Gegenstand der Untersuchungen.“

Der 55-Jährige lebt nicht mit seiner Lebenspartnerin und seinem Sohn zusammen. Er war an dem besagten Sonntag jedoch wie oft zu Besuch in der Wohnung der 37-Jährigen. „Sie hat sachgerecht und schnell reagiert“, sagt Wilhelm Hegermann, Leiter des Jugendamtes, das kontinuierlich mit der Mutter in Kontakt gestanden habe. „Es gibt aus unserer Einschätzung keinen Grund, warum das Kind nicht wieder zu ihr sollte.“ Dem Vater soll per richterlichem Beschluss der Umgang mit den Jungen verboten werden.

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