Gesetztestexte und Broschüren sind oft kompliziert – besonders, wenn man nicht gut lesen kann. Das Bremer Büro für Leichte Sprache macht offizielle Dokumente verständlicher - auch für Analphabeten.

Bremen. Wenn Nicole Papendorf mit der Straßenbahn in Bremen fährt, wird es schwierig. Ihr Rollstuhl ist dabei gar nicht mal das Problem. Es sind die Anzeigetafeln. „Die Leuchtschrift läuft zu schnell. Viele Wörter sind schwierig“, sagt die 38-Jährige. Was andere Menschen auf einen Blick erfassen, muss sie mühsam entziffern. In der Schule hat Papendorf nie richtig lesen gelernt. Der Alltag ist für sie eine Herausforderung. Ob Bahnfahren, Briefe von der Bank oder die Speisekarte im Restaurant – bei allem braucht sie Hilfe.