Piraten im Kieler Landtag lehnen Videokameras an Bahnhöfen ab

Kiel. Die Piratenfraktion im schleswig-holsteinischen Landtag hält die Videoüberwachung in Zügen und auf Bahnhöfen für überflüssig. Ihr Abgeordneter Patrick Breyer stützt sich auf Zahlen der Bundespolizei. Danach hat es 2013 insgesamt 87 Delikte in Zügen und 224 auf Bahnanlagen gegeben aber nur in 14 Fällen half die Videotechnik, die Tatverdächtigen zu ermitteln. Bei mehr als 50Millionen Fahrgästen jährlich im Land ist laut Breyer das Risiko, Opfer eines Gewaltdeliktes zu werden, etwa so groß wie die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden. „Es ist deshalb nicht gerechtfertigt, Tausende rechtschaffender Menschen alltäglich zu überwachen.“ Er nennt dies „ein bloßes Vortäuschen von Sicherheit“, tatsächlich gehe es um Personaleinsparungen.