Berater sollen Kita-Betreuung in Schleswig-Holstein verbessern

Kiel. Kindergärten in Schleswig-Holstein bekommen in Zukunft finanzielle Unterstützung, wenn sie sich externen Rat holen. Die schleswig-holsteinische Familienministerin Kristin Alheit (SPD) will dafür jährlich 1,5 Millionen Euro bereitstellen. „Das ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der Kita-Qualität“, sagte Alheit. Fachberater könnten einen wertvollen Beitrag zu einem funktionierenden Qualitätsmanagement, einem effektiven Bildungskonzept und besseren Rahmenbedingungen in den Kitas leisten.

Das Geld soll auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt und von diesen weitergegeben werden. Die Förderung startet bereits in diesem Jahr, 700.000 Euro stehen für 2014 bereit. Die Träger von Kindergärten können das Geld beantragen. Es darf für Personal-, Honorar- oder Sachkosten ausgegeben werden. Kita-Fachberater können in unterschiedlichen Bereichen tätig werden: Beratung bei Qualifizierung und Weiterbildung des Personals, bei Erziehungs- und Betreuungskonzepten, bei Konflikten oder bei Qualitätsstandards in der Kita.

Die Fachhochschule Kiel bietet derzeit eine Zusatzausbildung zur pädagogischen Fachberatung an. Die ersten Absolventen werden im Juli kommenden Jahres ihren Abschluss machen. Die anderthalbjährige Ausbildung richtet sich vornehmlich an Kindergärtnerinnen und wird teilweise vom Land bezahlt. Jeder Teilnehmer trägt einen Eigenanteil von 900 Euro. Raingard Knauer, Professorin an der Fachhochschule Kiel, sagt: „Gute pädagogische Fachkräfte brauchen im Alltag immer wieder Beratung, um den sich ständig wandelnden Herausforderungen gut begegnen zu können.“

In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 1725 Kindertagesstätten. In den vergangenen Jahren ist gerade die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren massiv gestiegen. Seit 2008 entstanden 14.500 neue Plätze, derzeit sind es insgesamt 20.240.