Schenefelder lehnen stadteigenen Friedhof mit großer Mehrheit ab

Schenefeld. Seit Jahrzehnten streiten Schenefelds Politiker um einen stadteigenen Friedhof. Am Sonntag hatten die Schenefelder das Wort – und machten deutlich, dass sie keine eigene Begräbnisstätte wollen. Von 15.621 Wahlberechtigten nahmen 6235 am Bürgerentscheid teil, was einer Wahlbeteiligung von 39,9 Prozent entspricht. 4481 Schenefelder (72,3 Prozent) stimmten gegen einen Friedhof für die Stadt, 1718 Bürger (27,7 Prozent) waren dafür, 36 Stimmen waren ungültig. Zu denen, die das Projekt ablehnten, gehörten auch Uwe Greiffer und Frau. Das Ehepaar, das vor 30 Jahren in die Stadt vor den Toren Hamburg zog, setzte aufgrund der Kosten bei Nein ihre Kreuze. Ein eigener Friedhof würde die Stadt pro Jahr zwischen 50.000 und 100.000 Euro kosten. „Das Geld sollte man lieber für Kitas nutzen“, erklärt der 77 Jahre alte Uwe Greiffer.