Ab Dezember fahren längere Züge zwischen Lübeck und Hamburg

Im Sommer gibt es auf der Linie R10 zunächst Einschränkungen

Ahrensburg. Für Zehntausende von Pendlern, die täglich die Strecke zwischen Lübeck, Bad Oldesloe, Ahrensburg und dem Hamburger Hauptbahnhof nutzen, sollen überfüllte Regionalbahnen ab Mitte Dezember passé sein. „Dann werden Fünf- statt Vier-Wagen-Züge eingesetzt“, sagt der Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter (SPD), der auch Sprecher der S-4-Initiative ist. Deren großes Ziel – eine S-Bahn im Zehn-Minuten-Takt zwischen dem Hauptbahnhof und Ahrensburg – könnte nach aktuellen Planungen etwa 2024 erreicht sein. Das entlaste auch den überfüllten Hauptbahnhof. Buschhüter: „Dann werden täglich 104 Regionalbahnzüge durch S-Bahnen ersetzt.“

Während der schleswig-holsteinischen Sommerferien vom 14. Juli bis 22.August müssen Kunden auf der R10 aber erst einmal Einschränkungen hinnehmen: Weil im Hauptbahnhof der Bahnsteig an Gleis5 erneuert wird, fallen täglich mehrere Regionalzüge aus. Um das auszugleichen, werden die noch verkehrenden Züge vorübergehend schon mal von vier auf fünf Waggons verlängert. Die Bauarbeiten haben auch Auswirkungen auf den Regionalexpress Hamburg–Kiel. Die meisten Verbindungen starten und enden statt am Hauptbahnhof in Altona.

Auf die versprochenen neuen Waggons auf der Strecke müssen Kunden deutlich länger warten als geplant: Statt Ende dieses Jahres werden sie voraussichtlich erst 2016 ausgeliefert.

Ende des Jahres 2014 ändern sich dann zahlreiche Liniennummern der Regionalbahnen im Hamburger Verkehrs-Verbund (HVV). So fahren die Züge der Linie R 10, die auf der Strecke Hamburg–Lübeck unterwegs sind, ab Mitte Dezember gleich unter drei neuen Namen. Die Regionalbahnen zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Bad Oldesloe firmieren mit Beginn des Winterfahrplans als RB81. Die Regionalexpresszüge zwischen Hamburg und Lübeck mit Halt in Ahrensburg werden zur RE80. Und alle Züge, die die beiden Hansestädte ohne Zwischenhalt verbinden, tragen den Namen RE8.

Von den Änderungen hat Buschhüter in einer Kleinen Anfrage an den Senat erfahren. „Die Umbenennung hat das Ziel, in ganz Norddeutschland einheitliche Liniennummern einzuführen“, sagt er. Das soll Verwechslungen beim Einsteigen vermeiden.

Weitere Beispiele: Aus der R60 (Hamburg-Altona–Westerland/Sylt) wird die RE6, die R70 (Hamburg–Kiel–Flensburg) wird zur RE7 (Hamburg–Flensburg) beziehungsweise RE70 (Hamburg–Kiel).