Bischöfe und DGB Nord fordern Anpassung von Mindestlohn

Lübeck. Den Einstieg in eine „neue Ordnung der Arbeit“ haben die führenden norddeutschen Bischöfe und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Nord bei einem Spitzentreffen in Lübeck gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung von Nordkirche, Erzbistum und DGB wenden sie sich gegen Leiharbeit und Lohndumping und die Ausbeutung von Menschen. Wer das betreibe, dürfe nicht mit Steuergeldern belohnt werden, hieß es.

Die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro kann nach Ansicht der Kirchenleute und Gewerkschaftler nur der Anfang sein. Eine erstmalige Erhöhung sollte zum 1. Januar 2017 erfolgen, um Existenzsicherung zu erzielen. Gleichzeitig müssten Tarifautonomie, allgemein verbindliche Tarifverträge sowie die Mitbestimmungsrechte gestärkt werden.