Mecklenburg-Vorpommern

Deutschlands tollster Hecht schwimmt im Sonderaquarium

„Dieser Fisch ist ein Symbol der Sauberkeit und des Reichtums dieser Landschaft“, sagte Umweltminister Backhaus (SPD) bei der Enthüllung des vier Meter langen Sonderaquariums, das 57.000 Euro kostete.

Waren. Das Natur-Infozentrum Müritzeum in Waren an der Müritz zeigt seit Mittwoch eine neue Attraktion: Einen goldenen Hecht. „Dieser Fisch ist ein Symbol der Sauberkeit und des Reichtums dieser Landschaft“, sagte Mecklenburg-Vorpommern Umweltminister Till Backhaus (SPD) bei der Enthüllung des neuen, vier Meter langen Sonderaquariums. Die Investition kostete rund 57.000 Euro. Das Müritzeum hatte über zwei Jahre rund 21.000 Euro an Spenden dafür gesammelt, dazu gab es Fördermittel des Landes.

Bei dem Raubfisch handelt es sich um einen Albino. Das kommt bei dieser Fischart sehr selten vor. „Durch eine Mutation sind Hautpigmente so verändert, dass der Hecht goldgelb schimmert“, erläuterte der Fischexperte des Hauses, Marco Kastner. Der Hecht wurde 2012 von einem Fischer mit einer Reuse im Malchiner See gefangen, der ihn dem Müritzeum schenkte. Zunächst lebte das Tier in einer Quarantänestation. Der 70 Zentimeter lange Hecht nahm den Publikumsauflauf gelassen. Erst verharrte er ruhig und bewegte sich nur, als eine Plötze als „Mahlzeit“ in das Becken geworfen wurde. „Hechte fressen nur lebenden Fisch“, erklärte Kastner. Ohne solche Nahrung würde der Hecht sterben. Im Sonderbecken konnte sich die Plötze zunächst aber verstecken.

Für den Gold-Hecht ist seine helle Färbung in der Natur ein Problem, da sich Hechte dort verstecken und auf Beute lauern. Das Tier ist etwa sieben Jahre alt. Hechte können zwischen 20 und 30 Jahre alt und bis zu 1,30 Meter groß werden. Das Müritzeum ist ein schwarzer Rundbau, der seit 2007 multimedial die Tier- und Pflanzenwelt der Mecklenburgischen Seenplatte zeigt. Es beherbergt die bundesweit größte Aquarienlandschaft für heimische Süßwasser-Fische und zählt im Jahr rund 200.000 Gäste.