Höchststrafe für sadistisches Töten der Freundin gefordert

Hannover. Weil er seine Freundin sadistisch zu Tode gequält und massiv sexuell misshandelt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Hannover lebenslange Haft für einen 33-Jährigen gefordert. Außerdem verlangte die Anklage in dem Mordprozess die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Das würde eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließen. Die Verteidigung plädierte auf neun Jahre Haft und die Unterbringung in einer Entziehungseinrichtung. Das Urteil fällt am kommenden Mittwoch.

Der Handwerker soll seiner Freundin in Barsinghausen in einer sechsstündigen Gewaltorgie, die er teils mit dem Handy aufzeichnete, mit einem Schlagstock schwerste Verletzungen am ganzen Körper zugefügt haben. „Du bist für dein Leben erledigt“, soll der Mann gerufen haben. Schließlich soll er auf den Kopf der Wehrlosen eingetreten und ihr den Kiefer zertrümmert haben.

Die 23-Jährige starb kurz nach der Tat im vergangenen September in einer Klinik. Nach dem Urteil eines Sachverständigen ist der Angeklagte voll schuldfähig. Er hatte seine Freundin auf den Strich geschickt und war eifersüchtig auf einen Freier geworden.