Aquarien sollen hübscher werden

Multimar Wattforum in Tönning plant neue Ausstellungen und ein neues Becken für Quallen

Tönning. Das Multimar Wattforum zeigt die Artenvielfalt vor unserer Haustür. In seinen Aquarien werden die verschiedenen Lebensräume der Nordsee vom Gezeitenbereich bis hin zum Tiefseebecken nachgestellt. Im neuen Jahr will das Nationalpark-Zentrum im nordfriesischen Tönning mit überarbeiteten Aquarien und neuen Ausstellungselementen seine Attraktivität steigern. „Unsere Tiere bleiben gleich, aber die Becken werden verbessert“, sagte Multimar-Chef Gerd Meurs der Nachrichtenagentur dpa.

Unter anderem soll das Gezeitenbecken, in dem Ebbe und Flut dargestellt werden, einen Priel bekommen und das Brandungsbecken einen Tunnel für die Kinder. „Die können unter dem Becken hindurchkrabbeln und haben so eine andere Perspektive“, erklärte Meurs. Außerdem soll das Multimar um ein neues Aquarium für Quallen erweitert werden.

Die Kombination von Ausstellung und Aquarien habe im Jahr 2013 etwa 150.000 Besucher ins Multimar Wattforum gezogen, sagte Meurs. 40 Prozent der Besucher seien Kinder und Jugendliche gewesen. In den Ausstellungsbecken des Multimars wird die Unterwasserwelt vom Eidersperrwerk bis zur Hochseeinsel Helgoland gezeigt.

Besucher können trockenen Fußes einen Blick in die „Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer“ der Meeresbewohner werfen.

In den insgesamt 36 Aquarien – darunter ein 250.000 Liter fassendes Großaquarium – leben 280 verschiedene Arten. In den Becken schwimmen Schollen – so groß, dass sie in keine gewöhnliche Bratpfanne passen –, zeigen Helgoländer Hummer ihre blauen „Ritterrüstungen“ und tanzen Seepferdchen anmutig durch Seegraswiesen.

Die Meeresbewohner leben hier nicht „in ihrem Umfeld, sondern mit ihrem Umfeld“, sagte Monika Hecker von der Nationalparkverwaltung. Dafür werden im Multimar Wattforum die verschiedenen Lebensräume der Nordsee vom Gezeitenbereich bis hin zum Tiefseebecken nachgestellt. „Wir haben echte Ökosysteme nachgebildet“, sagte Hecker.