Arsen im Boden: Gutachter soll Gefahr für Wasser untersuchen

Lüneburg. Die Altlasten eines ehemaligen Kohlekraftwerks der Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) an der Elbe beschäftigen die Bürger und Politiker im Landkreis Lüneburg. Ein Gutachter soll jetzt klären, ob und wie viele Schadstoffe aus einer alten HEW-Deponie ins Wasser gelangen können.

Bei Deichbauarbeiten waren im Winter erstmals erhöhte Arsenwerte gemessen worden, erste Probebohrungen haben den Befund bestätigt. Laut Gutachter sind die Werte für Fußgänger "tolerabel".

Rund 800.000 Tonnen Flugasche sind zwischen 1947 und 1968 bei der Kohleverbrennung in dem Kraftwerk in Alt Garge entstanden. In der Flugasche befinden sich Arsen und Schwermetalle. Außerdem betrieben die HEW auf einer Halbinsel an der Elbe eine Mülldeponie, in der auch Metallschrott, Haus- und Sperrmüll entsorgt wurden. Die Bürgerinitiative "Altlastenfreies Elbtal" fürchtet, dass giftige Stoffe aus der Deponie ins Grund- und Elbwasser gelangen könnten und fordert die Auskofferung der Grube.

Ergebnisse der ersten Untersuchungen werden frühestens in zwei Monaten erwartet.

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