Prozess

NPD-Mann filmte Schüler für Wahlkampfvideo

In dem Prozess wird um 2000 Euro Entschädigung gestritten. Der NPD-Kandidat verwickelte Schüler in ein Gespräch und filmte sie.

Schwerin. Ein Streit um Entschädigungen wegen eines illegalen NPD-Wahlkampfvideos aus dem Jahr 2011 beschäftigt an diesem Dienstag das Amtsgericht Schwerin. Es ist der erste Gerichtstermin in dem Zivilverfahren von Schülern aus Ferdinandshof (Kreis Vorpommern-Greifswald) gegen einen Verantwortlichen der rechtsextremen Partei, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte. Hintergrund des Verfahrens ist ein Internetvideo, dass der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Frank Schwerdt 2011 im Landtagswahlkampf in Ferdinandshof ohne Genehmigung drehte. Es sei ein Gütetermin und zunächst kein persönliches Erscheinen angeordnet, hieß es.

Schüler einer 9. Klasse waren damals im Sozialkundeunterricht im Ort unterwegs, wo sie vom NPD-Spitzenkandidaten Udo Pastörs angesprochen, in ein Gespräch verwickelt und dabei einfach gefilmt worden sein sollen. Ein Anwalt ließ die Verbreitung des Videos stoppen und verlangt rund 2000 Euro Entschädigung für seine Mandanten wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte. „Niemand muss es hinnehmen, gefilmt zu werden und schon gar nicht, dass es veröffentlicht wird“, sagte Amtsgerichtsdirektor Christian Frenzel.

( dpa )

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