Niedersachsen

Kasparow wirbt in Lüneburg für Schach als Schulfach

Der frühere Weltmeister setzt sich für die Einführung des Denksports als Unterrichtsfach an Schulen ein. Show-Training geplant.

Lüneburg. Garri Kasparow, früherer Schach-Weltmeister, setzt sein Engagement für Schach als Schulfach in Lüneburg fort. Bei einer Podiumsdiskussion erörtert der 49 Jahre alte russische Großmeister an diesem Samstag das Für und Wider, den Denksport an Schulen einzuführen. Manche bieten das Fach schon an. Die Diskussion, die von Großmeister Helmut Pfleger moderiert wird, ist eingebettet in das Turnier „Zehn gegen Lüneburg“.

Dabei kämpfen zehn internationale Größen gegen 300 Schachfreunde aus Lüneburg und Umgebung. Jeder der Top-Spieler, unter ihnen der Spanier Alexei Shirow und die deutsche Nationalspielerin Melanie Ohme, tritt an 30 Brettern gleichzeitig gegen die Herausforderer an.

Ex-Champion Kasparow beteiligt sich allerdings nicht an dem Simultanturnier. Nach seinem Rücktritt im Jahr 2005 engagiert er sich politisch in der russischen Opposition. Der 49-Jährige zählt zu den prominentesten Gegnern von Kremlchef Wladimir Putin. In Lüneburg will Kasparow aber ein öffentliches Schach-Showtraining absolvieren.