Schwerin und Leezen

Servicepersonal von Helios-Kliniken im Warnstreik

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Für mehr Geld und einen Haustarifvertrag sind Mitarbeiter der Helios Kliniken Schwerin und Leezen in einen ganztägigen Streik getreten.

Schwerin. Service-Mitarbeiter der Helios Kliniken Schwerin und Leezen sind am Montag für eine bessere Entlohnung in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Etwa 130 Beschäftigte der Frühschicht sowie weitere Kollegen der Spätschicht versammelten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi vor den Schweriner Kliniken. Sie fordern für die rund 650 Mitarbeiter der Helios Service Nord GmbH (HSN) einen Haustarifvertrag, in dem vor allem höhere Löhne geregelt werden sollen.

So müsse der Einstiegslohn von jetzt 6,39 Euro auf 10,00 Euro steigen. Die anderen Entgeltgruppen müssten entsprechend prozentual erhöht werden, sagte Verdi-Fachbereichssekretärin Diana Markiwitz. Die Beschäftigten der Service-Gesellschaft sind in Küche, Reinigung, Lager, Hol- und Bringedienst tätig. Zudem verlangt die Gewerkschaft einen Manteltarifvertrag, der Arbeitszeiten, Zuschläge, Überstunden und Sonderzahlungen regele. Derzeit erhalten laut Markiwitz Teilzeitbeschäftigte nur einen Zuschlag für Überstunden, wenn sie die

Wochenstundenzahl eines Vollzeitbeschäftigten überschreiten. „Überstunden sind die Regel“, sagte Markiwitz.b Nach Gewerkschaftsangaben haben es die Arbeitgeber bisher abgelehnt, über einen Haustarifvertrag zu verhandeln. Der Warnstreik sei erst der Anfang, hieß es. Es sei den Streikenden gelungen, dem Arbeitgeber „einen kleinen Nadelstich“ zu versetzen. In der Küche und bei der Reinigung sei es zu Einschränkungen gekommen.

+++ Helios führt erneut Tarifgespräche mit Ver.di +++

Dem widersprach Helios. Die Patientenversorgung sei rundum gewährleistet worden, sagte eine Sprecherin. Über Reaktionen des Unternehmens auf die Gewerkschaftsforderungen für die Servicekräfte gab es am Nachmittag noch keine Entscheidung.

Die Helios Kliniken Schwerin sind mit 500 der 650 HSN-Mitarbeiter der weitaus größte Standort der Servicegesellschaft. Neben Leezen bei Schwerin gibt es mehrere kleine Standorte in Schleswig-Holstein und Hamburg. In den Helios Kliniken Stralsund und Ahrenshoop, die zuvor zur Damp-Gruppe gehörten, sind die Servicekräfte bei der Zentralen Service-Gesellschaft (ZSG) mit Sitz in Damp beschäftigt. Für sie waren nach langem Tarifstreit Anfang Juli die geplanten Kündigungen aufgehoben worden. (dpa/abendblatt.de)

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