Mietwohnung

Weiter steigende Mieten in Schnelsen

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Foto: Gerhard Leber / imago

Wenn Experten Recht haben müssten Immobilienpreise und Mieten seit der Corona-Krise nach unten gehen. Ob das zutrifft?

Hamburg-Schnelsen. In Schnelsen sind die Mieten der aktuell angebotenen 99 Wohnungen im Vergleich zu den Angeboten der Vorjahreswoche im Durchschnitt um 12,4 Prozent nach oben geschossen. Dies ergibt eine Auswertung für mehr als 90% der Angebotsmieten und Angebotspreise in dieser Woche.

Unabhängig von der Wohnungsgröße müssen in Schnelsen mit Stand von heute 12,66 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden.

Für den Stadtteil Schnelsen sehen die Mietpreisveränderungen im Detail wie folgt aus:

  • Wohnungen unter 40 Quadratmeter: durchschnittlicher Angebotspreis diese Woche 16,17 Euro pro Quadratmeter, in der Vorjahreswoche 12,86 Euro (+25,7 %)
  • Wohnungen zwischen 40-60 Quadratmeter: durchschnittlich 12,33 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 10,92 Euro (+12,9 %)
  • Wohnungen zwischen 60-90 Quadratmeter: durchschnittlich 11,99 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 10,79 Euro (+11,2 %)
  • Wohnungen zwischen 90-120 Quadratmeter: durchschnittlich 13,69 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 12,94 Euro (+5,8 %)
  • Wohnungen ab 120 Quadratmeter: durchschnittlich 14,21 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 11,81 Euro (+20,3 %)

Preise für Eigentumswohnungen in Schnelsen steigen weiter an

Mit 5.408 Euro pro Quadratmeter muss rechnen, wer zur Zeit nach einer Eigentumswohnung in Schnelsen sucht. Dies sind 23,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Neugebaute Eigentumswohnungen kosten aktuell 6.145 Euro pro Quadratmeter. Eine Altbauwohnung erhält man hier für einen Quadratmeterpreis von derzeit 4.582 Euro.

Preise für Häuser steigen weiter

Vergleicht man diese Woche mit der vor einem Jahr, kommt man auf einen Preisunterschied von +9,4 Prozent: Durchschnittlich 5.535 Euro pro Quadratmeter werden für die Häuser in Schnelsen verlangt, die in dieser Woche im Angebot sind. Aber auch bei Häusern gibt es Unterschiede je nach Zustand und Alter:

  • Bestandshäuser im Durchschnitt: 5.661 Euro pro Quadratmeter (+15,8 %)
  • Neu gebaute Häuser im Durchschnitt: 5.558 Euro pro Quadratmeter (-2,9 %)
  • Sanierte Häuser (zurzeit nur 3 im Angebot): 5.015 Euro pro Quadratmeter

Welche Veränderungen gibt es auf dem Markt für Miet- und Eigentumswohnungen?

So hat sich das Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen innerhalb der vergangenen 12 Monate in Schnelsen entwickelt:

  • Angebot an Mietwohnungen in dieser Woche und im Vorjahr: 99 zu 91 (+8,8 %)
  • Angebot an Eigentumswohnungen in dieser Woche und im Vorjahr: 49 zu 33 (+48,5 %)

Stadtteil-Porträt

Schnelsen gehört mit 29.300 Einwohnern zu den größeren Stadtteilen (Platz 23). Wie setzt sich die Bevölkerung in Schnelsen zusammen? Es gibt mit 44,1 Prozent besonders wenige Einpersonenhaushalte (ganz Hamburg: 54,5 Prozent) und mehr Haushalte mit Kindern als im Hamburger Durchschnitt, nämlich 22,6 Prozent (ganz Hamburg: 17,8 Prozent). Auf dem Arbeitsmarkt sieht es in diesem Stadtteil genauso aus wie in der gesamten Hansestadt: 4,8 Prozent der Erwerbsfähigen sind erwerbslos gemeldet (Stand zu Beginn 2019).

So sieht der Wohnungsmarkt im gesamten Bezirk aus:

Im Bezirk Eimsbüttel, in dem Schnelsen liegt, haben sich die Mieten im Vergleich zur Vorjahreswoche um 4,5 Prozent erhöht. Unabhängig von der Wohnungsgröße müssen Mieter aktuell 14,98 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Die Preise für Eigentumswohnungen im Bezirk Eimsbüttel sind um 3,3 Prozent zur Vorjahreswoche nach oben gegangen. Im Durchschnitt werden aktuell 7.561 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen verlangt.

( ddna )