Immobilien

Preise für Eigentumswohnungen in Winterhude steigen weiter

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Foto: Gerhard Leber / imago

Sinkende Mieten und preiswertere Immobilien - dies wurde mit Start der Corona-Krise vorhergesagt. Ob das richtig ist?

Hamburg-Winterhude. In Winterhude steigen die Preise für Eigentumswohnungen weiter. Dies ergibt eine Auswertung für mehr als 90% der Angebotsmieten und Angebotspreise in dieser Woche. Im Vergleich zur Vorjahreswoche sind die Preise im Durchschnitt um 16,2 Prozent nach oben geschossen.

Unabhängig von der Wohnungsgröße müssen in Winterhude mit Stand von heute 9.364 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden.

Neugebaute Eigentumswohnungen kosten aktuell 8.716 Euro pro Quadratmeter. Eine Altbauwohnung erhält man hier für einen Quadratmeterpreis von derzeit 9.433 Euro.

Weiter steigende Mieten in Winterhude

Für den Stadtteil Winterhude sehen die Mietpreisveränderungen im Detail wie folgt aus:

  • Wohnungen unter 40 Quadratmeter: durchschnittlicher Angebotspreis diese Woche 22,61 Euro pro Quadratmeter, in der Vorjahreswoche 19,33 Euro (+17 %)
  • Wohnungen zwischen 40-60 Quadratmeter: durchschnittlich 15,72 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 15,99 Euro (-1,7 %)
  • Wohnungen zwischen 60-90 Quadratmeter: durchschnittlich 15,20 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 14,47 Euro (+5 %)
  • Wohnungen zwischen 90-120 Quadratmeter: durchschnittlich 15,55 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 16,21 Euro (-4 %)
  • Wohnungen größer als 120 Quadratmeter: durchschnittlich 17,90 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 15,41 Euro (+16,2 %)

Aktuell: Kaufpreise für Häuser niedriger

In Winterhude gibt es zur Zeit nur sieben Häuser zu kaufen. Deswegen sind Vergleichszahlen mit Vorsicht zu genießen.

Vergleicht man diese Woche mit der vor einem Jahr, kommt man auf einen Preisunterschied von -47,1 Prozent: Durchschnittlich 6.451 Euro pro Quadratmeter werden für die Häuser in Winterhude verlangt, die in dieser Woche im Angebot sind. Aber auch bei Häusern gibt es Unterschiede je nach Zustand und Alter:

  • Bestandshäuser im Durchschnitt: 4.715 Euro pro Quadratmeter (-46,1 %)
  • Sanierte Häuser im Durchschnitt: 16.870 Euro pro Quadratmeter (+8 %)

Wie entwickelt sich das Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen?

So hat sich das Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen innerhalb der vergangenen 12 Monate in Winterhude entwickelt:

  • Angebot an Mietwohnungen in dieser Woche und im Vorjahr: 217 zu 226 (-4 %)
  • Angebot an Eigentumswohnungen in dieser Woche und im Vorjahr: 83 zu 116 (-28,4 %)

Stadtteil-Porträt

Mit 55.000 Einwohnern gehört Winterhude zu den größten Stadtteilen (Platz 4).

Wie setzt sich die Bevölkerung in Winterhude zusammen? Es gibt mit 65 Prozent relativ viele Einpersonenhaushalte (ganz Hamburg: 54,5 Prozent) und weniger Haushalte mit Kindern als im Hamburger Durchschnitt, nämlich 13 Prozent (ganz Hamburg: 17,8 Prozent).

Auf dem Arbeitsmarkt sieht es minimal schlechter aus als für den Rest der Hansestadt: 1277 Bewohner von Winterhude sind erwerbslos gemeldet (Stand zu Beginn 2019), die Hamburger Arbeitslosenquote lag zu diesem Zeitpunkt bei 4,8 Prozent.

So sieht der Wohnungsmarkt im gesamten Bezirk aus:

Im Bezirk Hamburg-Nord, in dem Winterhude liegt, sind die Mieten im Vergleich zur Vorjahreswoche um 2,3 Prozent angestiegen. Mieter müssen unabhängig von der Wohnungsgröße aktuell 14,93 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Die Kaufpreise für Wohnungen im Bezirk Hamburg-Nord sind um 6,4 Prozent zur Vorjahreswoche gestiegen. Käufer müssen aktuell 8.818 Euro pro Quadratmeter zahlen.

( ddna )