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Mieten in Schnelsen steigen weiter

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Foto: Gerhard Leber / imago

Wenn Experten Recht haben müssten Immobilienpreise und Mieten seit der Corona-Krise nach unten gehen. Ob das zutrifft?

Hamburg-Schnelsen. In Schnelsen sind die Mieten der aktuell angebotenen 87 Wohnungen im Vergleich zu den Angeboten der Vorjahreswoche im Durchschnitt um 13,9 Prozent gestiegen. Dies ergibt eine Auswertung für mehr als 90% der Angebotsmieten und Angebotspreise in dieser Woche.

Unabhängig von der Wohnungsgröße müssen in Schnelsen mit Stand von heute 12,91 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden.

Für den Stadtteil Schnelsen sehen die Mietpreisveränderungen im Detail wie folgt aus:

  • Wohnungen unter 40 Quadratmeter: durchschnittlicher Angebotspreis diese Woche 18,02 Euro pro Quadratmeter, in der Vorjahreswoche 12,86 Euro (+40,1 %)
  • Wohnungen zwischen 40-60 Quadratmeter: durchschnittlich 12,71 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 10,94 Euro (+16,1 %)
  • Wohnungen zwischen 60-90 Quadratmeter: durchschnittlich 12,21 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 11 Euro (+11 %)
  • Wohnungen zwischen 90-120 Quadratmeter: durchschnittlich 13,65 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 12,78 Euro (+6,8 %)
  • Wohnungen ab 120 Quadratmeter: durchschnittlich 14,21 Euro/Quadratmeter, Vorjahreswoche 11,81 Euro (+20,3 %)

Weiterhin steigende Preise für Eigentumswohnungen in Schnelsen

5.221 Euro: So viel kostet der Quadratmeter zur Zeit für Eigentumswohnungen über alle Kategorien und Größen hinweg in Schnelsen und damit 18,3 Prozent mehr als vor 12 Monaten.

Für neugebaute Eigentumswohnungen werden in dieser Woche durchschnittlich 6.023 Euro pro Quadratmeter verlangt. Der Quadratmeterpreis für eine Altbauwohnung beträgt aktuell 4.588 Euro.

Preise für Häuser steigen weiter

Vergleicht man diese Woche mit der vor einem Jahr, kommt man auf einen Preisunterschied von +9 Prozent: Durchschnittlich 5.581 Euro pro Quadratmeter werden für die Häuser in Schnelsen verlangt, die in dieser Woche im Angebot sind. Aber auch bei Häusern gibt es Unterschiede je nach Zustand und Alter:

  • Bestandshäuser im Durchschnitt: 5.730 Euro pro Quadratmeter (+15,8 %)
  • Neu gebaute Häuser im Durchschnitt: 4.571 Euro pro Quadratmeter (-20,1 %)
  • Sanierte Häuser im Durchschnitt: 4.894 Euro pro Quadratmeter (+6,4 %)

Welche Veränderungen gibt es auf dem Markt für Miet- und Eigentumswohnungen?

So hat sich das Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen innerhalb der vergangenen 12 Monate in Schnelsen entwickelt:

  • Angebot an Mietwohnungen in dieser Woche und im Vorjahr: 87 zu 90 (-3,3 %)
  • Angebot an Eigentumswohnungen in dieser Woche und im Vorjahr: 43 zu 31 (+38,7 %)

Stadtteil-Porträt

Von der Einwohnerzahl steht Schnelsen mit 29.300 Einwohnern auf Platz 23 aller Hamburger Stadtteile und gehört damit zu den größeren Stadtteilen. Wie setzt sich die Bevölkerung in Schnelsen zusammen? Es gibt mit 44,1 Prozent besonders wenige Einpersonenhaushalte (ganz Hamburg: 54,5 Prozent) und mehr Haushalte mit Kindern als im Hamburger Durchschnitt, nämlich 22,6 Prozent (ganz Hamburg: 17,8 Prozent). Auf dem Arbeitsmarkt sieht es in diesem Stadtteil genauso aus wie in der gesamten Hansestadt: 4,8 Prozent der Erwerbsfähigen sind erwerbslos gemeldet (Stand zu Beginn 2019).

So sieht der Wohnungsmarkt im gesamten Bezirk aus:

Im Bezirk Eimsbüttel, in dem Schnelsen liegt, sind die Mieten im Vergleich zur Vorjahreswoche um 4 Prozent angestiegen. Mieter müssen unabhängig von der Wohnungsgröße aktuell 14,99 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Die Preise für Eigentumswohnungen im Bezirk Eimsbüttel sind um 4,4 Prozent zur Vorjahreswoche nach oben gegangen. Im Durchschnitt werden aktuell 7.627 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen verlangt.

( ddna )