Leserfrage

Ein Wasserzähler zeigt mehr an – warum?

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Die Frage: In unserem Haus befindet sich ein Zähler von den Wasserwerken und acht geeichte Unterzähler in den Wohnungen. Der Zähler von den Wasserwerken zeigt circa 3,4 Prozent mehr an als die Summe der Unterzähler. Wie ist das zu erklären?

Die Expertin: Solche Verbrauchsunterschiede können aus technischen und nichttechnischen Gründen auftreten; sie stellen allerdings keine Abrechnungsfehler dar. Grundsätzlich sind sowohl Haus- als auch Wohnungswasserzähler eichpflichtig. Im Rahmen dieser Eichordnung greift eine sogenannte Verkehrszähler- oder Messtoleranzgrenze von zehn Prozent. Werden 100 Liter gezapft, ist also eine Anzeige von 90 oder 110 Litern im Sinne der Eichordnung okay.

Abgesehen von den vielen technischen Gründen kann ein simpler Grund für die Differenz zwischen Haus- und Wohnungswasserzähler auch sein, dass die beiden Zähler nicht zur gleichen Zeit abgelesen werden. Der Zeitpunkt hierfür muss bei den Wasserwerken und dem Ablesedatum der einzelnen Wohnungswasserzähler durch die Verwaltung oder den Hauseigentümer nämlich nicht derselbe sein. Zudem kann es vorkommen, dass bei einem Nutzer, der beim Ablesetermin nicht anzutreffen ist, der Verbrauch, also der Stand seines Wohnungswasserzählers, geschätzt werden muss. Auch dies kann zu Differenzen führen.

Expertin: Janne Rumpelt,
Konzernkommunikation HamburgWasserwww.hamburgwasser.deZusendung von Fragen an:Wohnen.leben@abendblatt.de

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