Leserfrage

Müssen wir langes Warten hinnehmen?

An dieser Stelle geben Experten kostenlosen Rat

Die Frage: Wir haben die Zahlung einer Sonderumlage zum Kauf einer neuen Heizungsanlage entschieden. Entgegen der Planung wurde seitens der Verwaltung noch keine außerordentliche Versammlung einberufen. Es heißt, es fehle noch ein Vergleichsangebot. Müssen wir dies so hinnehmen?

Der Experte: Es kommt auf den Beschlusstext an, ob die außerordentliche Versammlung auch ohne Vorliegen eines Gegenangebotes durchgeführt werden kann, da die Gemeinschaft die Arbeiten auch auf Grundlage eines Angebotes beschließen und vergeben kann. Aufgrund der derzeitigen sehr guten Baukonjunktur ist es immer schwieriger, Firmen zu finden, die Kapazitäten freihaben.

Zweite Frage: Ein Kellerraum, von der Wohnung einer Eigentümerin aus zu erreichen, wurde 20 Jahre lang nicht in der Wohngeldberechnung berücksichtigt. Können wir rückwirkend etwas geltend machen?

Der Experte: Ob der Kellerraum wie Wohnfläche gemäß Kostenverteilungsschlüssel zu behandeln ist, ergibt sich aus der Teilungserklärung. Die Tatsache, dass der Raum über eine Treppe gut zu erreichen ist, macht aus ihm weder nach dem öffentlichen Baurecht noch auf Basis des Wohnungseigentumsrechtes anrechenbare Wohnfläche. Sollte die Teilungserklärung einen Kostenverteilungsschlüssel vorsehen, der den Kellerraum voll belastet, muss entsprechend abgerechnet werden. Die vergangenen Abrechnungen bleiben jedoch gültig.

Experte: Hausverwalter Eric Seele, Mitglied der Geschäftsführung Gladigau Immobilien; www.gladigau-immobilien.deZusendung von Fragen an:Wohnen.leben@abendblatt.de