Immobilien

Wer haftet für den Mietausfall?

Ein Eigentümer fordert von den Miteigentümern Schadenersatz, nachdem er durch einen Feuchteschaden am Gemeinschaftseigentum einen Mietausfall erlitt. Zu Recht?

Der Experte: Wenn im Sondereigentum Schäden auftreten, deren Ursache im Gemeinschaftseigentum liegt, können Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden – wenn die Gemeinschaft ein Verschulden trifft. Dies ist beim erstmaligen Auftreten solcher Schäden nicht der Fall. Erst wenn die Gemeinschaft schuldhaft der Pflicht zur Instandsetzung nicht nachkommt, können sich Schadenersatzansprüche eines Einzelnen gegen die Gemeinschaft ergeben.

Ich bin seit Jahrzehnten Hausmeister. Mein Vertrag wurde zwischen dem Eigentümer und mir über die Hausverwaltung geschlossen. Der Vertrag sagt aus, dass eine Kündigung beiderseits mit dreimonatiger Frist zum Monatsende möglich ist. Nun wurde unsere Anlage verkauft. Mein Vertrag wurde nicht gekündigt, und der neue Eigentümer hat sich bisher nicht bei mir gemeldet. Die Verwaltung hat er jedoch nicht übernommen. Was bedeutet das alles für mich?

Der Experte: Die Frage, ob Ihr Arbeitsvertrag beim Verkauf des Hauses auf den Erwerber übergeht, richtet sich nach Paragraf 613 a BGB. Hierbei ist maßgeblich, ob das vermietete Mehrfamilienhaus als Betriebsteil bewertet wird. Dies muss im Einzelfall geprüft werden. Ist dies der Fall, geht das Arbeitsverhältnis kraft Gesetz auf den Erwerber über.

Experte: Eric Seele, Hausverwalter und
Geschäftsführer von Gladigau Immobilien;
(www.gladigau-immobilien.de)Fragen an: Wohnen.leben@abendblatt.deVeröffentlichte Expertenantworten unter
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