Renaissance der Holzdecke

Lange Zeit galt Vertäfelung als spießig. Doch neue Paneele ermöglichen interessante Akzente

Sie drückte ein Lebensgefühl aus und stand für das Wohnambiente mehrerer Generationen – die Holzdecke. Bis das fast unverzichtbare Accessoire deutscher Einrichtungskultur buchstäblich aus der Mode kam. Doch mit neuer Optik, geprägt von Materialkombinationen oder variantenreichen Profilformen, könnte diese Deckengestaltung nach Ansicht der Wüstenrot Bausparkasse wieder eine größere Rolle in Wohnräumen spielen. Denn die Holzdecke als dekorativer Abschluss einer nüchternen Betondecke ist von ihrer Beschaffenheit her eigentlich nicht zu unterschätzen. Und individuell gefertigte Designer-Holzdecken lassen die klassische Holzdecke vergessen.

Es bietet sich die Gestaltung mit Paneelen in unterschiedlichen Formen (rechteckige Tafeln, quadratische Kassetten oder Tafelbretter) sowie in diversen Holzarten, Farben und Dekors an. Farben sollte man allerdings nur punktuell einsetzen, um den Raum nicht zu „erdrücken“. Je edler die Holzart, desto einfacher und schlichter sollten Profil und Anwendung sein, damit das Holz seine Eigenwirkung entfalten kann. Der Material-Mix bei der Holzdecke, also die Verschmelzung mit Materialien oder Elementen wie Leisten, Balken und Sonderprofilen, unterstützt zusätzlich die Note. Das geht sogar so weit, dass Dekorpaneele nicht einfach einen farbigen Anstrich, sondern Oberflächen aus textilen Strukturen erhalten. Zur Wahl stehen zum Beispiel „Leinen wollweiß“ und „Leinen naturbeige“. Extravagant sind Elemente aus Erlenholz, deren mittige Füllung aus gelochtem Edelstahl besteht.