Viel Platz für Familien und Senioren

Wohnungsbau: Aktuelle Vorhaben der Genossenschaften. Acht beispielhafte Projekte in Elbnähe und anderen Hamburger Stadtteilen.

Wie ernst die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften ihre Initiative "Einsatz fürs Zuhause" nehmen, zeigt sich an vielen Neubauprojekten in der Stadt. Viele davon entstehen nahe der Elbe oder an Standorten, die für Familien und Senioren geeignet sind und generationsübergreifendes Wohnen ermöglichen. "Mehr als die Hälfte der Interessenten, die bei uns nach Wohnraum fragen, sind aber Haushalte mit Kindern", sagt Ulrich Stallmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften. Auf diese Nachfrage reagiere man, indem bei Modernisierungen kleinere Wohnungen zusammengelegt oder im Neubau bewußt familiengerechte Einheiten geplant würden.

Ein Beispiel: Der Altonaer Spar- und Bauverein (www.altoba.de) errichtete in der Schomburgstraße 40 Wohnungen ausschließlich für Familien. Sprecherin Christine Müller: "Eine große Anzahl der Familien, die dort für eine monatliche Netto-Kaltmiete von 5,10 bis 5,40/m2 wohnen, sind neu als Mitglieder eingetreten, um hier wohnen zu können." Zur Zeit errichtet der Bauverein mit der Deutschen Heim-Union im Johann-Mohr-Weg in Othmarschen 108 Wohnungen für Familien und Senioren (www.wohnwelt-othmarschenpark.de). Sie bieten 60 bis 140 m2 Wohnfläche, verfügen über Parkettböden und Fußbodenheizung sowie Einbauküchen - für eine Miete von 9,25 bis 10 Euro je m2/kalt.

Ein ähnliches Projekt, vermarktet unter dem Namen Mühlenauhöfe, wird derzeit in Eidelstedt realisiert. Dort baut unter anderem die Wohnungsgenossenschaft von 1904 (www.woge.com) gemeinsam mit der Martha Stiftung 55 familiengerechte und 38 seniorengerechte Wohnungen. Die Miete wird mit 9,50 Euro warm angegeben. Beteiligt an diesem Projekt ist auch der Bauverein der Elbgemeinden (www.bve.de), der zudem in Iserbrook im vierten Bauabschnitt drei Häuser mit jeweils vier Wohnungen zwischen 92 und 98 Quadratmetern (großes Foto) plant.

In Iserbrook errichtet auch die Bau- und Wohngenossenschaft Brachvogel (www.brach vogel-eg.de) 31 Wohnungen und 26 Doppel- und Reihenhäuser. Der Schwerpunkt der Bebauung liegt im generationenübergreifenden und ökologischen Bauen. Vergleichbare Ziele hat sich auch die Fluwog-Nordmark (www.fluwog.de) mit einem Wohnquartier in Langenhorn gesetzt. Bis Anfang 2007 entstehen hier 46 preiswerte Wohnungen, die Jung und Alt unter einem Dach vereinen sollen. Voraussetzung für den Bezug ist ein Wohnberechtigungsschein. Da aber erhöhte Einkommensgrenzen gelten, dürfen die Grenzen um bis zu 50 Prozent überschritten werden. Die Genossenschaft ist auch in der HafenCity aktiv. Gemeinsam mit vier anderen Baugenossenschaften baut sie 97 Wohnungen am Dalmannkai. Bei der Fluwog läuft gerade die Vermietungsphase für elf Wohnungen mit Größen zwischen 57 und 123 m2 an. Auch die Baugenossenschaft Dennerstraße (www.bds-hamburg.de) und die Schiffszimmerer (www.schiffs zimmerer.de) melden, daß sich Nichtmitglieder noch in die Bewerberliste für die Wohnungen eintragen können. Anteile kosten 50 bis 52 Euro/m2 Fläche.

Ebenfalls elbnah und im Herbst werden die 120 Wohnungen bezugsfertig, die die Hansa Baugenossenschaft auf dem Gelände der ehemaligen Bavaria-Brauerei errichtet. Das Projekt nennt sich Brauquartier (www.brau-quartier.de). Voraussetzung für den Bezug der zwei bis vier Zimmer großen Wohnungen sind je nach Wohnfläche der Erwerb von Genossenschaftsanteilen zwischen 4000 und 6000 Euro. Die monatliche Nutzungsgebühr beträgt 9,50 und 12,50 netto-kalt/m2.

  • Weitere Infos zum Wohnangebot: www.hamburgerwohnline.de