Drei-Euro-Marke in Hamburg durchbrochen

Mieter zahlten 2009 zehn Prozent mehr an Betriebskosten als 2007

Hamburgs Mieter zahlten 2009 Betriebskosten in Höhe von 3,13 Euro im Monat und pro Quadratmeter. Das sind mehr als sechs Prozent über dem Bundesdurchschnitt (2,94 Euro). Das geht aus dem neuen Betriebskostenspiegel hervor, den der Mieterverein zu Hamburg auf Grundlage der Abrechnungsdaten 2009 erstellt hat. Er gibt Auskunft über die durchschnittlichen Mietnebenkosten, aufgeschlüsselt nach den einzelnen gesetzlich zugelassenen Kostenarten. Die Werte sind jeweils pro Quadratmeter im Monat angegeben.

Danach mussten 1,22 Euro für Heizung und Warmwasser und 1,91 Euro für die kalten Betriebskosten im Monat pro Quadratmeter gezahlt werden. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern fielen mithin im Jahr 2009 rund 2629,20 Euro an Betriebskosten an. Gegenüber 2007 bedeutet dies ein Anziehen der Nebenkosten um mehr als zehn Prozent. Der deutlichste Anstieg ist bei den Heizkosten zu verzeichnen. "Nach der Explosion der Kaltmieten in den letzten zwei Jahren haben nunmehr auch die Kosten für die sogenannte zweite Miete die Drei-Euro-Marke überschritten. Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen haben somit keine Chancen, auf dem Hamburger Markt etwas Bezahlbares zu finden", sagt Eckard Pahlke, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg. Um auch für 2010 die Kosten repräsentativ erfassen zu können, werden Mieter gebeten, die Betriebs- und Heizkostenabrechnungen für das Abrechnungsjahr 2010 an den Verein zu senden, der die Daten dann anonymisiert verwertet.

Der neue Betriebskostenspiegel liegt auf der Internetseite www.mieterverein-hamburg.de und in der Geschäftsstelle am Berliner Tor zur Abholung bereit.