Finanzierung

Jeder vierte Riester-Sparer verzichtet auf Zulagen

Für die Finanzierung der eigenen vier Wände gibt es Geld vom Staat. Doch kaum einer weiß, unter welchen Voraussetzungen wie viel genau und was im Detail zu beachten ist.

Für die Finanzierung der eigenen vier Wände gibt es Geld vom Staat. Doch kaum einer weiß, unter welchen Voraussetzungen wie viel genau und was im Detail zu beachten ist. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Allianz Lebensversicherung AG. Befragt wurden Immobilienbesitzer und -planer, die innerhalb der nächsten Jahre in die eigenen vier Wände ziehen möchten.

Zugleich ergab eine Studie der Universität Freiburg im Auftrag einer Fondsgesellschaft, dass jeder vierte Riester-Sparer für das Jahr 2007 Geld verschenkt hat, weil er keinen Zulagenantrag gestellt hat. Die knapp drei Millionen Riester-Sparer haben damit wegen des fehlenden Antrages auf Grund- und Kinderzulagen in Höhe von 664 Millionen Euro verzichtet, hieß es. Riester-Zulagen können bis zu zwei Jahre nach Ende des jeweiligen Sparjahres beantragt werden. Für das Jahr 2008 läuft die Frist Ende 2010 ab.

Ohne Förderung wird die Riester-Rente aber schnell zu einem schlechten Geschäft, denn im Alter ist die Riester-Rente voll zu versteuern. Zulagen und eventuell zusätzliche Steuerersparnis sind ein Ausgleich dafür. Beim Abschluss eines Riester-Vertrages sollte man daher darauf achten, die Zulage gleich mit zu beantragen. Am besten über einen Dauer-Zulagenantrag, den viele Anbieter seit Kurzem auch zur Verfügung stellen.

Um die Riester-Zulage beantragen zu können, müssen Vertragsinhaber mindestens vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens in den Vertrag einbezahlen. Im Gegenzug wird die Grundzulage von 154 Euro jährlich auf den Vertrag überwiesen. Wer als Vertragsinhaber noch kindergeldberechtigte Kinder hat, erhält zusätzlich eine Zulage von 185 Euro pro Kind, wenn es vor 2008 und 300 Euro, wenn es nach dem 1. Januar 2008 geboren wurde. Zusätzlich haben Menschen unter 25 Jahren Anspruch auf den Berufseinsteigerbonus von 200 Euro, der einmalig bei Vertragsabschluss ausbezahlt wird. Laut Allianz kann sich die Förderung für eine Familie mit zwei Kindern auf bis zu 50 000 Euro bemessen.