Trotz Förderung sanieren nur wenige Eigentümer

Expertenrunde diskutiert am 9. Mai in Hamburg über notwendige weitere Impulse

Für 60 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes sind Städte verantwortlich. Die Gebäudemodernisierung ist daher ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutzinitiative des Bundes. Trotz vieler Förderprogramme liegt die energetische Sanierungsrate der rund 19 Millionen Gebäude in Deutschland bei gleichbleibend etwa einem Prozent jährlich. Was sind die Gründe dafür, und wie lassen sich mehr Immobilienbesitzer zum Modernisieren motivieren?

Dieser Frage wollen die Akteure der Energie- und Modernisierungskampagne der Metropolregion Hamburg in den Hamburger Bezirken zusammen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und der Interessenorganisation der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer am 9. Mai nachgehen. Diskutiert werden weitere Maßnahmen und notwendige Motivationshilfen, um eine Steigerung der Modernisierungsrate zu erzielen. Thematisiert werden in diesem Zusammenhang auch bestehende Hinderungsgründe. "Ziel ist es, Vorschläge zu erarbeiten, wie sich durch regionale Partnerschaften die Modernisierungsrate im Verbund steigern lässt", sagt Antje Zithier vom Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt (ZEBAU GmbH).

Die Gesellschaft hatte die Energie- und Modernisierungskampagne im Verbund mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg und zahlreichen anderen Einrichtungen und Verbänden von November 2011 bis April 2012 organisiert. Insgesamt fanden 13 Informationsveranstaltungen und 42 Beratungstage mit mehr als 300 Einzelberatungen in der Metropolregion Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein statt. "Über 1000 Interessierte aus Hamburg und dem Umland nutzten bisher die Tipps der Energieberater, um ihre Immobilie zu modernisieren und die Fördermittel optimal auszuschöpfen", sagt die Umweltwissenschaftlerin Antje Zithier.

Die Kampagne soll im Herbst in Schleswig-Holstein und Niedersachsen fortgesetzt werden, so beispielsweise am 27. September in Stade.

Die Veranstaltung am 9. Mai findet ab 14 Uhr im Osterbek Forum, Hufnerstraße 17, statt.