Hamburger Süden bei Anlegern immer beliebter

In Harburg wurden weit mehr Zinshäuser verkauft als in Altona und Eimsbüttel

Anleger suchen immer öfter im Hamburger Süden nach Zinshäusern. Fast jeder fünfte Kaufvertrag (20 Prozent), bei dem Mietshäuser im vergangenen Jahr den Eigentümer wechselten, betraf Immobilien im Hamburger Süderelberaum. 2010 waren es noch 16,5 Prozent. Harburg führt dabei mit 23 Kaufverträgen die Verkaufsstatistik mit weitem Vorsprung vor Altona-Altstadt und Eimsbüttel (je 17) an. Zur stärkeren Gewichtung des südlichen Hamburg haben auch Heimfeld (16) und Eißendorf (11) beigetragen. Diese zum Bezirk Harburg gehörenden Stadtteile rückten in den letzten Jahren kontinuierlich stärker in den Fokus der Käufer, wie der Immobiliendienstleister Wentzel Dr. unter Berufung auf Zahlen des Gutachterausschusses Hamburg mitteilt.

Danach hat Wilhelmsburg mit acht gegenüber zwölf Verkaufsfällen gegenüber 2010 leicht verloren. Weitere Verkaufsschwerpunkte sind die Stadtteile rund um die City: Horn (13), Barmbek-Süd (12) und -Nord (9), Winterhude (13) und Bahrenfeld (12). Der durchschnittliche Umsatz je Vertrag erhöhte sich von 1,9 auf über 2,1 Millionen Euro (plus elf Prozent). Insgesamt wurden über 900 Millionen Euro mit Zinshäusern an der Elbe umgesetzt, das ist der dritthöchste Betrag nach 2006/2007.

"Hamburg wird allen Prognosen zufolge bis 2030 noch einmal 100 000 Einwohner gewinnen", sagt der Geschäftsführer von Wentzel Dr., Dietrich Kluxen. "Zinshäuser sind hier ein sicheres - und mit Blick auf die historisch niedrigen Zinsen - auch lohnenswertes Investment." Wie 2010 sieht der Makler zahlreiche mittelständische Investoren am Markt, die ihr Kapital mit Blick auf die schwer einzuschätzenden Finanzmärkte sicher platzieren möchten. Gerade diese Klientel sei auf der Suche nach einem günstigen Einstieg in den Zinshausmarkt. "Auch 2012 erwarten wir einen Zinshausmarkt auf diesem Niveau", sagt Kluxen. "Der Umsatz könnte eigentlich noch höher sein, doch es fehlt an Angeboten. Eigentümer entscheiden sich aus Mangel an Anlagealternativen gegen einen Verkauf - trotz attraktiver Vervielfältiger von bis zu 25 Jahresnettokaltmieten."

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