Woran auch Laien gute Türen und Fenster erkennen können

Verband weist auf Gütezeichen hin, das beim Kauf hilft

Fenster und Türen haben nicht nur eine Funktion, sie sind zugleich gestalterische Elemente der Fassade. Man kann auch sagen: Sie geben einem Haus ein Gesicht. Was man dagegen in vielen Fällen nicht sieht, sondern eher nur vermutet, sind Undichtigkeiten und Mängel in der Konstruktion.

"Baupfusch macht den guten ersten Eindruck des Gebäudes völlig zunichte. Darum endet die Verantwortung, welche die Mitglieder unserer Gütegemeinschaft für Fenster und Türen übernehmen, erst mit der korrekten Montage", sagt Bernhard Helbing, Vorsitzender der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren, die etwa 220 Mitgliedsfirmen umfasst. Schnell würden feuchte Wände auf neue Fenster zurückgeführt. "Oft liegt die Ursache jedoch in der mangelhaften Abdichtung des Hauses zum Erdreich und in Wärmebrücken, die sich aus der Konstruktion ergeben."

Da die Qualität moderner Fenster mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist, soll das RAL-Gütezeichen "Montage" helfen. Es wird den Mitgliedern der Gütegemeinschaft nach entsprechenden Prüfungen verliehen. "Das Gütezeichen findet sich als Aufkleber auf den gesicherten Produkten - ebenso wie das Gütezeichen ,Fertigung'. "Dieses zeigt, dass ein Fenster für das harte Alltagsleben wirklich taugt", sagt Helbing.

Wer sich anbieterunabhängig über neue Fenstertechnik informieren möchte, kann dies auf einer Ausstellung im EnergieBauZentrum im Elbcampus (direkt am S-Bahnhof Harburg) tun. Hier wird die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte anhand von alten und neuen Fenstermodellen veranschaulicht. Darüber hinaus werden wichtige Fachbegriffe wie der U-Wert erläutert. Im Bedarfsfall ist auch eine individuelle Beratung möglich.

( (HA) )

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