Staat ist schuld an den hohen Mietnebenkosten

Es ist vor allem der Staat, der die Wohnungskosten hochtreibt. Das zeigen Berechnungen des Grundeigentümerverbandes Hamburg. Allein bei Strom betrage der Anteil öffentlicher Abgaben und Steuern mehr als 40 Prozent. Andererseits habe sich die Miete für eine 70 m² große Wohnung in normaler Wohnlage (Baujahr 1968 bis 1977) in den vergangenen 30 Jahren lediglich um 82,5 Prozent erhöht, während sich der Betriebskostenanteil fast verdreifacht habe. Im Detail wird darauf verwiesen, dass die Miete pro Quadratmeter von 3,15 auf 5,75 Euro gestiegen sei, während sich beispielsweise die Kosten für Wasser/Abwasser von 17,15 Euro auf 54,51 Euro erhöht hätten. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf den Zeitraum 1980 bis 2010. Gleichzeitig habe sich der Anteil, den ein kaufmännischer Angestellter von seinem Einkommen für die Nettomiete aufbringen musste, von 25,9 auf 18,7 Prozent verringert, wie der Verband unter Vorsitz von Heinrich Stüven auch errechnet hat.