Kaiser-Wilhelm-Straße - Durch das Gängeviertel

Zwischen 1890 und 1893 wurde diese Straße, die wie die Wexstraße der besseren Anbindung der Vorstadt St. Pauli und des Vororts Eimsbüttel an das Stadtzentrum dienen sollte, als Schneise durch das enge und verwinkelte Gängeviertel der nördlichen Neustadt geschlagen und nach dem zwei Jahre zuvor gestorbenen Kaiser des Deutschen Reichs, Wilhelm I. (1797 bis 1888), benannt. Sie war zuerst wenig repräsentativ, da nur die unmittelbar an der neuen Trasse liegenden Häuser abgerissen worden waren, was eine großzügige Bebauung erschwerte. Sie zerschnitt auch das Grundstück des Konzerthauses Conventgarten an der Fuhlentwiete , in dem im Freien und im Saal seit 1853 dem wohlhabenden Hamburger Publikum Musik und Unterhaltung geboten wurde. (mj)