Cybersicherheit

Intel warnt Nutzer vor eigenen Sicherheits-Updates

Das Logo des Chipherstellers Intel vor der Zentrale des Unternehmens im kalifornischen Santa Clara, USA.

Das Logo des Chipherstellers Intel vor der Zentrale des Unternehmens im kalifornischen Santa Clara, USA.

Foto: Andrej Sokolow / dpa

Der Chipgigant Intel wollte die weit verbreiteten Sicherheitslücken seiner Prozessoren mit Updates schließen. Nun gibt es Probleme.

San Francisco.  Der Chipgigant Intel findet keine Antwort auf die Sicherheitslücken bei seinen Halbleitern . In der Nacht zu Dienstag warnte der US-Konzern davor, seine jüngst auf den Markt gebrachten Updates zur Beseitigung der Schwachstellen zu nutzen. Sie feien fehlerhaft und hätten unter anderem zur Folge, dass Computer häufiger als normal hochgefahren werden müssten.

Darüber hinaus könne es zu weiteren Problemen kommen, die Intel aber nicht weiter benannte. Der Konzern arbeitet weiter an einem Ausweg aus dem Dilemma. Hacker könnten durch die Lücken an vertrauliche Nutzerdaten von PCs, Smartphones und anderen Geräten gelangen. Bisher ist nicht bekannt, ob dies bereits passiert ist.

Experten: Größte Gefahr seit Jahren

„Sie haben die Sache noch nicht gelöst“, sagte IDC-Analyst Mario Morales. Letztlich könnte dies dazu führen, dass Unternehmen erstmal davon absehen, neue Computer oder Server zu kaufen. Experten sehen in den zwei Schwachstellen bei Mikroprozessoren, denen die Namen „Kernschmelze“ (Meltdown) und „Geist“ (Spectre) gegeben wurden, die größte Cybersicherheits-Gefahr seit Jahren.

Prozessor-Sicherheitslücke alarmiert Computernutzer weltweit

Das Problem wurde bereits 2017 entdeckt. Seither arbeiten die Chipkonzerne Hand in Hand mit Unternehmen wie Google und Apple an einer Lösung. Am 3. Januar wurden die Bedrohung öffentlich gemacht. Neben Intel betreffen die Probleme auch Advanced Micro Devices und ARM Holdings von Softbank betroffen. (rtr)