Düsseldorf (dpa/tmn). Kann man den Räucherlachs im Kühlschrank wohl noch essen? Bei dieser Frage ist Vorsicht angesagt. Hier kommt der Grund.

„Zu verbrauchen bis“: Das Verbrauchsdatum auf einer Verpackung gibt an, bis wann ein Lebensmittel spätestens verzehrt werden sollte. Gerade bei Räucherlachs oder Graved Lachs sollte man diese Angabe beachten, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät. Und sogar hinterfragen, ob man den Fisch am letzten Tag noch verzehren möchte.

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Der Grund: Geräucherte oder gebeizte rohe Lachsprodukte sind oft mit bestimmten Keimen, sogenannten Listerien, belastet. Mit der Zeit vermehren sich die Bakterien. Und weil der Fisch in aller Regel nicht noch mal erhitzt wird, bevor er auf die Stulle wandert, bleiben die krankmachenden Bakterien erhalten.

Ältere und Immunschwache besonders gefährdet

Sie können Infektionen auslösen, die für Kranke, Ältere, Schwangere, Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sogar lebensgefährlich werden können, wie die Verbraucherzentrale warnt. Doch auch wer ansonsten gesund ist, den können Fieber und Symptome einer Magen-Darm-Grippe treffen.

Wer sich das ersparen möchte, sollte nicht nur dem Verbrauchsdatum auf der Lachs-Verpackung folgen, sondern auch den Empfehlungen zu Lagerung und Temperatur.

Außerdem sollte man beim Transport vom Supermarkt nach Hause die Kühlkette nicht unterbrechen, etwa indem man eine Kühltasche dabeihat. Gerade im Sommer ist das wichtig, denn Listerien vermehren sich am besten bei Temperaturen zwischen 30 und 37 Grad.