Rückruf

Blutiger Durchfall droht – Hersteller ruft Sprossen zurück

Sprossen eines Herstellers aus Worms könnten Vertoxin bildende E.coli-Bakterien enthalten (Symbolbild).

Sprossen eines Herstellers aus Worms könnten Vertoxin bildende E.coli-Bakterien enthalten (Symbolbild).

Foto: Julia Pfeifer / imago/JuNiArt

Die Firma Healthy Powerfood ruft Produkte mit Sprossen zurück. Sie sind mit Keimen belastet. Die Sprossen wurden in Bioläden verkauft.

Worms/Koblenz.  Sprossen-Liebhaber sollten vorsichtig sein: Die Wormser Firma Healthy Powerfood ruft ihre Sprossen-Produkte etwa für Salate zurück – wegen der Gefahr blutiger Durchfallerkrankungen.

Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) teilte am Montag in Koblenz mit, die entsprechenden Produkte seien vor allem an Naturkost- und Bioläden in Rheinland-Pfalz, Hessen,Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen geliefert worden. Die Sprossen könnten sogenannte Vertoxin bildende E.coli-Bakterien enthalten, erklärte die Firma.

Diese Sprossen sind betroffen

Betroffen sind folgende Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bis einschließlich 29. Oktober 2018:

• Sprossen Alfalfa

• Sprossen Salatmix

• Sprossen Gourmet

• Sprossen Aufs Brot

• Sommersprossen

Die Nahrung sollte entsorgt oder im Geschäft zurückgegeben werden.

Kinder und ältere Menschen können ernsthaft erkranken

Vor allem Babys, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem könnten ernsthaft erkranken, sollten sie die Sprossen verzehren.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch dauert in der Regel bis zu drei Tage. Betroffene leiden unter Durchfall, der im Verlauf der Erkrankung blutig werden kann. Begleitend treten Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen auf. Bei schwerem Verlauf kann die Infektion zu Nierenversagen führen.

Wer Symptome hat, die auf eine VTEC-Infektion hinweisen, sollte sich ärztliche Hilfe suchen, empfiehlt das Unternehmen. (dpa/jha)