Hobby und Beruf

Die erste Frau im Vorstand der Hamburger Sparkasse

Die Mutter zweier Kinder spricht mit Schülern über ihre Karriere. Bettina Poullain setzt sich tagtäglich in einer Männerdomäne durch und ist dabei sehr erfolgreich.

Männer arbeiten, Frauen kümmern sich um Kinder und Küche daheim? Dieser Gedanken prägt unsere Gesellschaft bis heute.

Weil diese Meinung nach wie vor sehr verbreitet ist, gibt es in Deutschland immer noch zu wenige Frauen in Führungspositionen. Wir sind sechs Schülerinnen und Schüler des Kurt-Körber-Gymnasiums in Billstedt. Auf Einladung der Hamburger Sparkasse haben wir mit Bettina Poullain über ihren Beruf und ihren Erfolg gesprochen.

Bettina Poullain, 55, ist die erste Frau im Vorstand der Hamburger Sparkasse. Sie setzt sich tagtäglich in einer Männerdomäne durch und ist dabei sehr erfolgreich.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Münster startete sie ihre Karriere in Hamburg bei der Dresdner Bank. 2002 wechselte sie zur Haspa ins Firmenkundengeschäft, wo sie bis 2008 arbeitete, bevor sie zum Eigenbetrieb Beteiligungen nach Kiel wechselte. Im April 2013 wurde sie in den Haspa-Vorstand berufen. Bettina Poullain ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Was müssen wir Frauen tun, um erfolgreicher und ehrgeiziger im Leben zu werden? Das wollen wir von Bettina Poullain wissen. Und das rät die Bankerin jungen Frauen, die aufsteigen wollen: „Man muss wissen, welche Stärken man hat, sich ein Ziel setzen und aktiv überlegen, wie man es erreichen kann. Frauen dürfen nicht darauf warten, dass sie vom Chef angesprochen werden, wenn es um Beförderungen geht. Sie müssen ihr Thema selbst promoten“, sagt sie. „Frauen sollten sich eine Vorstellung von dem machen, was sie interessiert und anspricht“, sagt die Bankerin. Schülerinnen und Schüler sollten sich vor der Berufswahl ausführlich über die jeweiligen Branchen und Berufsbilder informieren. Weil Bettina Poullain sehr freundlich und offen ist, sind wir – auch die Jungen in unserer Gruppe – sehr gut mit ihr ins Gespräch gekommen. Sie hat uns gezeigt, wie die Realität in der Berufswelt aussieht und dass es auch Probleme im Beruf geben kann, denen man sich stellen muss. Sie zeigte uns, dass alles möglich ist, man sich aber durchsetzen muss. Schlussfolgernd sagen wir: Bettina Poullains Worte haben uns Mut gemacht, und wir werden ihre Tipps umsetzen.