Ein Mafia-Mord und Pinneberger Olympiateilnehmer

Schlagzeilen aus der Pinneberger Zeitung in den 1980er-Jahren

Kreis Pinneberg. In den 80er-Jahren sorgte der sogenannte Mafia-Mord in Pinneberg für Schlagzeilen: Die von mehreren Schüssen durchsiebte Leiche von Karl-Hinrich „Charly“ Lienau, Geschäftsführer der Pinneberger Diskothek „Jingle“ am Wedeler Weg, wurde – einzementiert in eine Tonne – im Hamburger Osterbek-Kanal gefunden. Dem Sonnyboy des Pinneberger Nachtlebens, der 1983 1,5 Millionen Mark im Lotto gewonnen hatte, wurden damals Verbindungen zur Hamburger Unterwelt nachgesagt.

Freude, Jubel und Begeisterung gab es 1984 bei der Rückkehr der Olympiateilnehmer aus Los Angeles. In Seeth-Ekholt war ein ganzes Dorf aus dem Häuschen und feierte den Goldmedaillengewinner im Dressurreiten, Uwe Sauer. In Pinneberg wurde Wolfram Gambke mit großen Ehren empfangen, der Vierter beim Speerwerfen wurde. Großer Bahnhof auch in Wedel, wo Springreiter Peter Luther seine Bronzemedaille mitbrachte, und natürlich auch für Rolf Danneberg, der als Hamburger für die LG Wedel-Pinneberg startete und Gold im Diskuswerfen errang.

Weitere Schlagzeilen waren ein Säure-Attentat auf den Roland, das Wedeler Wahrzeichen, und ein Banküberfall in Tangstedt: Eine 27 Jahre alte Hausfrau aus Schnelsen gestand einen Raubüberfall auf die örtliche Kreissparkassen-Filiale, bei der sie mit vorgehaltener Schreckschusspistole 22.000 Mark erbeutete. Nachdem sie ihrem Mann den Überfall gestanden hatte, alarmierte der die Polizei.

Die Kfz-Innung warnt Mitte der 80er-Jahre vor Katalysator-Autos, weil es im Kreis Pinneberg noch kein bleifreies Benzin gab. Und in Rellingen wurde 1984 der „Rote Platz“ eröffnet, der dem Ortskern der Gemeinde künftig mit dem Arkadenhof ein neues Gesicht gibt.