Beten unter freiem Himmel

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Marlies Fischer

"Unter Feigenbaum und Weinstock" lautet das Motto für den Schlussgottesdienst auf der großen Festwiese

Im nächsten Jahr wird der Stadtpark 100 Jahre alt, aber schon am 5. Mai werden mehr als 100.000 Menschen dort feiern. Unter dem Motto "Unter Feigenbaum und Weinstock" findet der Schlussgottesdienst für den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag auf der Großen Festwiese in Hamburgs grüner Lunge statt.

Die Predigt hält Bischof Nicholas Baines aus dem britischen Bradford, die Liturgie liest der Kieler Landesbischof Gerhard Ulrich, das Wort des Kirchentages spricht Kirchentagspräsident Gerhard Robbers.

Der 148 Hektar große Stadtpark ist die größte Grünfläche im Stadtteil Winterhude. Er gilt als bedeutendes Beispiel für die Wandlung des deutschen Garten- und Landschaftsbaues vom Volksgarten zum Volkspark. Professor Fritz Schumacher als Leiter des Hamburger Hochbauamtes und der städtische Oberingenieur Friedrich Sperber entwarfen den Park. Spazieren gehen, baden, Boot fahren, Grillen, Fußball spielen, auf der Bank sitzen, Blumen bewundern und Tiere beobachten - all das ist im Stadtpark zu jeder Jahreszeit möglich.

Seit einem Jahr sind die Organisatoren des Kirchentages sowie Vertreter der Stadt und des Bezirksamtes Hamburg-Nord im Gespräch, wie der Gottesdienst so schön wie möglich für die Teilnehmer und so schonend wie möglich für den Park ablaufen kann. An besonders beanspruchten Stellen, etwa rund um die eigens für den Gottesdienst gestaltete Bühne am Stadtparksee, auf Fahrtrassen und im bestuhlten Bereich werden Platten ausgelegt, um den Rasen zu schützen. Nur befestigte Wege, die von der Stadt freigeben werden, dürfen befahren werden.

Ausreichende Beschilderung sowie 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden im Stadtpark dafür sorgen, dass sich niemand verläuft, alle den Weg zur Festwiese finden und am Ende auch die entsprechenden Bushaltestellen und U-Bahn-Station erreichen. Außerdem gibt es zwei Toiletten-Container mit 150 Plätzen sowie etwa 100 mobile Toiletten. Auch zwei Container mit Pflegetoiletten und Assistenzangebot für Menschen mit Behinderung sind vorgesehen.