Bei Leuchten auch die Lichtfarbe beachten

Für die Mehrzahl der Menschen spielt das Design einer Leuchte die größte Rolle. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings das passende Leuchtmittel. Dabei ist nicht die Wattzahl das einzig entscheidende Kriterium, sondern ebenso die Farbe sowie die Farbwiedergabeeigenschaft des Lichtes. Die Lichtfarbe bestimmt, ob das Licht eher kalt oder warm wirkt. Je höher die Farbtemperatur (gemessen in Kelvin), desto kälter empfinden wir das Licht.

An einem Arbeitsplatz sollte dagegen eher Kaltlicht, das die Konzentration fördert, verwendet werden. Die Farbwiedergabeeigenschaft (gemessen in Ra) beschreibt, wie natürlich die Farben unserer Umwelt erscheinen. Der Index für die beste Farbwiedergabe beträgt 100. Eine Glühlampe bringt es auf einen Ra-Wert von 98-100.

Zunehmend gefragt sind LED-Leuchtmittel, die etwa 30.000 Stunden durchhalten. Doch auch da gibt es Qualitätsunterschiede. Je höher der Farbwiedergabewert (er sollte über 90 liegen), desto brillanter, aber auch desto teurer ist das Leuchtmittel. Zudem braucht ein hochwertiges LED-Leuchtmittel mehr Strom als ein geringerwertiges. Vieles spricht dennoch für die höhere Investition, wenn man sich die lange Lebensdauer des Leuchtmittels vor Augen hält. Dieses sieht auch der Hamburger Lichtdesigner Tobias Grau so und fertigt mittlerweile seine Leuchten ausschließlich für LED-Leuchtmittel. Dank dieser Technik eröffnen sich viele neue Möglichkeiten, die Lichtstimmung und Lichtfarbe zu steuern.

So zum Beispiel im Schlafzimmer, wo man gutes Licht in Schranknähe und am Bett benötigt, aber es auch gerne gemütlich hat. Eine sehr effektive und elegante Alternative sind Kleiderstangen oder Schübe mit integriertem Licht. Ein Sensor an der Tür schaltet das Licht an. Aber auch schmale Lichtleisten mit LED-Leuchtdioden können das Innenleben von Schränken mit Licht versorgen. Sie lassen sich sowohl senkrecht als auch waagerecht montieren.